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Violinistin Sonja Starke.© Julia Wesely
Orangerie Elfenau, Bern

Harmonien, die Herzen fesseln

Sonja Starke spielt am Konzert «Harmonies d’éte» der Camerata Bern die erste Geige. Am Elfenau Kultursommer interpretiert sie etwa den Komponisten Eugène Ysaÿe.

Im frühen 19. Jahrhundert revolutionierte der Franzose François Tourte den Bau des Violinbogens: Indem er etwa neu Fernambukholz als Grundmaterial verwendete und den Bogenradius zur Spitze hin verjüngte, optimierte er sowohl Funktionalität als auch Design. Seine zahlreichen Verbesserungen hatten entscheidende Auswirkungen auf die Spieltechnik und den Ausdruck: Es entstand die französisch-belgische Violinschule, die in der Geigenwelt noch heute grosse Relevanz hat.

Ein wichtiger Vertreter dieser Schule war Eugène Ysaÿe (1858–1931), der sich nicht nur als Geigenvirtuose, sondern auch als Dirigent und Komponist einen Namen gemacht hat. «Mit manchen seiner Kompositionen bin ich ‹aufgewachsen›», sagt die erste Geigerin der Camerata Bern, Sonja Starke. Dabei finde sie seine musikalische Sprache sehr faszinierend: «Sie ist unverkennbar, sehr persönlich und immer fesselnd, ja verführerisch  ...»

Details im süffigen Klangteppich

Am anstehenden Sommerkonzert interpretiert sie nun zusammen mit 
13 weiteren Musiker*innen der Camerata Bern Ysaÿes Komposition «Harmonies du soir» für Streichquartett und Orchester. «Eines der drei Hauptmotive könnte man sehr klar als Liebesmotiv bezeichnen», sagt die Geigerin. Es ziehe sich durch das ganze Stück, und verleihe ihm einen «überaus romantischen Charakter». Und auch wenn es durchaus Spass machen würde, in einem «rein süffigen Klangteppich zu verharren», so sei es ihr doch ein Anliegen, die vielen Details transparent zu machen.

Sehnsuchtsvoll und nostalgisch geht es mit der Serenade für Streichorchester in F-Dur von Felix Weingartner dann weiter im Programm, das Sonja Starke unter dem Titel «Har­monies d’été» konzipierte. «Die Besucher*innen dürfen an diesem spätsommerlichen Vorabendkonzert ruhig ihre Seelen baumeln, wiegeln und schunkeln lassen», sagt sie. Ja, und vielleicht lüpft es der einen oder dem anderen sogar das Bein, wenn die Camerata Bern zu Beginn die «Fünf Deutschen Tänze mit sieben Trios und einer Coda» von Franz Schubert und zum Abschluss Brahms’ «Ungarische Tänze» Nr. 7., 14, und 10 in einer neuen Bearbeitung für Streichorchester von Sonja Starke und Samuel Lutzker spielen.

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