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© Marco Borggreve
Berner Münster

Ganz ohne Violine

Mit nur 22 Jahren schrieb Johann 
Sebastian Bach die Trauerkantate «Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit», die auch als «Actus tragicus» bekannt ist.

Er vertonte Bibelpassagen sowie Texte von Martin Luther und dem Mystiker Adam Reusner, die um Sterben und Endlichkeit, aber auch das ewige Leben kreisen. Bemerkenswert am Singstück für Sopran, Alt, Tenor und Bass ist nicht nur die kompositorische Reife, die Bachhistoriograf und -forscher Alfred Dürr schlicht als «Geniewerk» bezeichnet. Speziell ist auch die instrumentale Begleitung, die ganz ohne Violinen auskommt: Zwei Blockflöten, zwei Gamben und Basso Continuo rahmen die Gesangspartien. Und auch die haben es in sich. So umfasst der Tonumfang der Solopassagen für den Bass ganze zwei Oktaven. Interpretiert wird der «Actus tragicus» im Vespergottesdienst im Berner Münster von BernVocal. Bassbariton Dominik Wörner singt die anspruchsvollen Solopassagen für Bass. Angeleitet werden die 12 Sänger*innnen und das Instrumentalensemble (an der Flöte: Maurice Steger, Bild) von Fritz Krämer.

Berner Münster
Sa., 10.9., 17.30 Uhr
www.bernvocal.ch

 

 

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