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Das Ensemble Ardent mag ungewöhnliche Aufführungsorte. © Roland Finsterwalder
Pauluskirche, Bern

Florale Klänge

Das Ensemble Ardent meldet sich mit dem Konzert «Flowersongs» in der Pauluskirche zurück. Besungen werden rote Rosen, Heilpflanzen und würzige Sträucher.

 

Schumann schrieb eine Ode an das Heidenröslein, Brahms vertonte den Rosmarin, Britten die Nachtkerzen und Sumpfblumen und Volker Ochs komponierte gleich einen Chorzyklus namens «Heiteres Herbarium». Darin rückt er vom bescheidenen Hungerblümchen bis zum gemiedenen Läusekraut eine ganze Reihe ungewöhnlicher Heilpflanzen musikalisch ins Zentrum. Das Konzert «Flowersongs» des Ensemble Ardent unter der Leitung von Patrick Secchiari und mit Simon Hehlen am Klavier steht ganz im Zeichen der Flora.

Ungewohnte Konzertorte

Geplant war das Konzert ursprünglich in einem Gartencenter in Ostermundigen inmitten von Orchideen und Hortensien. Das Vokalensemble hat eine Vorliebe für Konzerte an ungewöhnlichen Orten, mit denen es die Grenzen des klassischen Konzertbetriebs aufbrechen will. So fanden die «Ängelixäng» in der Backstube des Ängelibeck in Köniz statt oder die Sängerinnen und Sänger überraschten die Parlamentarier nach der Session mit einem Flahmob-Auftritt im Nationalratssaal.

Doch die Schutzkonzepte in Pandemiezeiten verlangen viel Raum und Distanz und klar definierte Ein- und Ausgänge, um alle Besuchenden zu registrieren. Experimentelle Spielorte müssen vorerst dem Ansteckungsschutz weichen. Das Konzert wurde deshalb vom Gartencenter in die geräumige Pauluskirche verlegt. Die «Tour de Berne», eine musikalische Reise durch die Berner Altstadt, wurde verschoben, da das Spontanpublikum schwierig zu registrieren gewesen wäre.

Genau hinhören

Gerade für Chöre gestalteten sich die probefreie Zeit im Lockdown und die ungewohnten Probesituationen danach als schwierig. Niklaus Egg, Geschäftsführer des Ensembles macht sich deswegen keine Sorgen: «Es ist ein ambitionierter, experimentierfreudiger Chor auf sehr hohem Niveau, die meisten Mitglieder singen auch noch in anderen Chören.» Geprobt wurde in grossen Proberäumen mit genügend Abstand. Eine gute Übung, wie Egg findet: «Es zwang alle, noch besser hinzuhören.» Der Austausch mit dem Publikum, der Live-Moment, habe den Sängerinnen und Sängern aber gefehlt. Um doch noch etwas Gartenstimmung aufkommen zu lassen, wird am Konzert die Kirche mit Pflanzen ausgeschmückt und in florales Licht getaucht.

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