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Nils Kohler spielt Mozart, der die Klarinette mit der menschlichen Stimme verglich. © Priska Ketterer
Tramdepot Burgernziel, Bern

Die singende Klarinette

Die Junge Sinfonie Bern spielt in ihren Sommerkonzerten Mozart und Bruckner. Der Klarinettist Nils Kohler tritt 
als Solist auf. Das Klarinettenkonzert von Mozart funktioniere wie ein Dialog zwischen Orchester und Solisten, so Simon Meyer, Präsident der Jungen Sinfonie Bern. Für die diesjährigen Sommerkonzerte konnte das rund sechzig­-köpfige Orchester unter der Leitung von Ingo Becker den Klarinettisten Nils Kohler verpflichten. Der Berner Musiker erhielt seine Ausbildung an der Hochschule der Künste in Bern. Kohler ist Solist, Ensemble- und Orchestermusiker. Mit der Jungen Sin­fonie Bern, bestehend aus Laien und Musikstudierenden, tritt er nun im Tramdepot auf. Gespielt wird das Konzert in A-Dur für Klarinette und Orchester von Mozart.

Wie dramatische Filmmusik

Mozart habe an der Klarinette gefallen, sie war zu seiner Zeit ein noch junges Instrument, dass sie wie eine menschliche Stimme klinge, so Meyer, der im Orchester Trompete spielt. Nach den melancholischen Klangwelten von Mozart geht es mit einer Sinfonie von Anton Bruckner kraftvoll weiter. Das alte Tramdepot eigne sich wegen der Akustik und dem einzigartigen Ambiente besonders dafür, so Meyer. Obwohl schon vor 150 Jahren entstanden, erinnere die Sinfonie Nr. 4 in Es-Dur, genannt «Die Romantische» von Bruckner stellenweise an dramatische Filmmusik. Dass der Komponist ein Organist gewesen sei, merke man seinen Werken an: «Er schlägt neue Tonarten oft überraschend und effektvoll an.» Oder anders gesagt: Es darf auf die Pauke gehauen werden.

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