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Singt neapolitanischen Barock in Bern: Altistin Cornelia Sonnleithner. © ZVG
Französische Kirche, Bern

Barock passt perfekt zu ihr

Zum 15-Jahr-Jubiläum macht sich der Berner Chor Canto Classico gemeinsam mit dem Orchestra Classica unter der Leitung von Willi Derungs auf eine barockmusikalische Reise nach Neapel. Als Gastsolistin mit dabei: Die Wiener Altistin Cornelia Sonnleithner.

Cornelia Sonnleithner, vor gut einer Woche erst wurde bekannt, dass Sie den Alt-Solistinnen-Part im Jubiläumskonzert übernehmen. Nun reisen Sie dafür extra aus Wien an. Wie kam es dazu?
Ich wurde zum allerersten Mal über Facebook für ein Konzert angefragt (lacht). Ich habe noch nie mit Willi Derungs zusammengearbeitet, wir kennen uns gar nicht. Aber wir haben gemeinsame Freunde. Und als ihm die Altistin ausgefallen war und im Raum Bern so schnell niemand gefunden wurde, erweiterte er eben seine Suche. Ein Glück für mich!

 

Die Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben!
Ja, sie ist gleich mehrfach. Ich bin mit meinem Beruf schon weit rumgekommen, habe jedoch noch nie in der Schweiz gesungen. Das Alt-Solostück von Nicola Porpora kannte ich vorher nicht, und auch die anderen Stücke im Programm habe ich noch nie gesungen. Ich habe also viele Premieren auf einmal. Und da in Österreich wieder Lockdown herrscht, ist es wohl das einzige Konzert, welches ich in nächster Zeit singen werde. Ein kleiner Lichtblick also.

Wie geht man denn mit so viel neuer Gesangsliteratur in so kurzer Zeit um?
Ich habe das Glück, schnell zu lernen. Und Barock liegt mir besonders. Ich singe sowieso alles quer durch die Bank – Klassik, Romantik, Lieder, Oper –, doch der Barock mit seinen vielen Koloraturen, der passt perfekt zu meiner Stimme. Und mit seiner Fülle an Komponisten, von denen man viele heute kaum mehr kennt, entdeckt man immer wieder Neues. Bereits beim ersten Sichten einer Partitur fühle ich mich jeweils zu Hause.

Wollten Sie immer Sängerin werden?
Nein, Cellistin. Ich komme mutterseits aus einer Musikerfamilie, sie selber ist Sopranistin, die Musik war also klar für mich. Dann kam irgendwann das Klavier dazu und mit 15 Jahren wollte ich auf einmal das Singen intensivieren. So landete ich an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst und später an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt. Doch das Cello blieb ein ganz wichtiger Teil von mir. Ich spiele viel Kammermusik.

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