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Der Berner Kammerchor tritt in der Reihe «Abendmusiken» im Münster auf.© Veronika Stämpfli
Berner Münster

Affinität zum Französischen

Rilke hat mit seinen französischen Gedichten Komponisten inspiriert. Eine Auswahl der daraus entstandenen Werke interpretiert der Berner Kammerchor im Münster. «Rose, gegen wen habt ihr ersonnen diese Dornen?» Es ist der Beginn von «Contre qui, rose», einem Gedicht von Rainer Maria Rilke. So jedenfalls lautet die deutsche Übersetzung der ersten Zeile. Rilke hat nämlich ein umfassendes Werk in französischer Sprache ­hinterlassen. Dass Texte aus seinem «Rosenzyklus» in Musik verwandelt wurden, ist unter anderem dem ame­rikanischen Komponisten Morten ­Lauridsen zu verdanken. Der Berner Kammerchor führt Lauridsens «Les Chansons des Roses» auf, aber auch die «Six Chansons» von Paul Hindemith.

Der deutsche Komponist hat sich ebenfalls von Rilkes französischem Spätwerk inspirieren lassen und unter anderem «La biche» und «Un cygne» vertont. Der stilistisch in der Moderne beheimatete Hindemith habe damit einen Blick zurück in die Renaissance geworfen, als das Chanson die zen­trale musikalische Form gewesen sei, schreibt Jörg Ritter im Programmtext. Er leitet den Berner Kammerchor und sieht in den französischen Texten eine künstlerische Chance: «Aus tiefer Tradition und in kultureller Verwurzelung ist hier in Bern die Affinität zum Französischen stark, das nutze ich gerne.»

Das Konzert findet im Rahmen der «Abendmusiken» im Berner Münster statt. Mit der Sopranistin Sara Jäggi werden zudem A-cappella-Werke von Brahms und Rheinberger aufgeführt.

 

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