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Vital Julia Frey (Cembalo) und Albrecht Mayer (Oboe) mit galanten Kompositionen.© Daniel Mark Müller, Berlin

Adaptierte Meisterwerke

Der Thuner Cembalist Vital Julian Frey wirkte letzten Sommer bei zwei Aufnahme-Projekten mit. Nach «Bach Trio Sonatas» kommt nun auch die Mozart-CD auf den Markt.

Darf man im berühmten «Konzert für Flöte, Harfe und Orchester» von Wolfgang Amadeus Mozart die Flöte durch eine Oboe und die Harfe durch ein Cembalo ersetzen? Der Thuner Cembalist Vital Julian Frey hat bei der Beantwortung dieser Frage viele Argumente für ein «Ja» auf Lager. Zum Beispiel sei das Cembalo – so wie die Harfe – ein Zupfinstrument. Und auch die Art und Weise, wie die Harfenstimme komponiert sei, würde eher zu einem Tasteninstrument als zu einer Harfe passen. «Beim Hören gibt es aber schon einen deutlichen klanglichen Unterschied», sagt Frey. Die Stimme in der linken Hand etwa könne auf dem Cembalo stärker hervortreten, und die Virtuosität habe eine transparentere Qualität.

Diese Fassung des Doppelkonzerts spielte Vital Julian Frey als Solist zusammen mit dem deutschen Oboisten Albrecht Mayer auf dessen neuer Mozart-CD beim Label «Deutsche Grammophon» ein. Neben diesem Werk streicheln noch weitere Arrangements von galanten Mozart-Kompositionen das Ohr, etwa eine Adaption der Motette «Ave verum corpus» für Englischhorn, Orchester und Orgel, oder eine Version der Konzertarie «Non temer, amato bene» für Oboe d’amore, Hammerflügel und Orchester. Frey ist in diesen Stücken jeweils am Tasteninstrument zu hören.

Barocke Triosonaten

Eine andere Aufnahme, die ebenfalls letzten Sommer entstand und auf der Vital Julian Frey mitwirkte, ist die CD «Bach Trio Sonatas». Im Festsaal des Schlosses Burgistein liessen der Flötist Kaspar Zehnder, die Flöstistin Ana Oltean und Frey am Cembalo fünf Triosonaten erklingen, die alle eine Bachwerk-Verzeichnis-Nummer aufweisen. Darunter sind zwei, die 
anscheinend fälschlicherweise dem grossen Johann Sebastian Bach zugeschrieben wurden, und drei, die Barockliebhaberinnen und -liebhabern im Original als Gambensonaten bekannt sein dürften.

• «Mozart – Works for Oboe and Orchestra», Albrecht Mayer, erscheint am 9.4.
www.deutschegrammophon.com
• «Bach Trio Sonatas», 2020
www.vitalfrey.com

www.kasparzehnder.com

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