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Die Porträtierten in «Genderbende» fühlen sich keinem Geschlecht zugehörig. © Halal
Diverse Orte, Bern

Zwischen den Geschlechtern

Eine Woche lang bietet das LGBTI-Filmfestival Queersicht Einblicke in queere Lebenswelten. Die diesjährige Werkschau ist der deutschen Regisseurin Angelina Maccarone gewidmet. Die Dolmetscherin Fariba Tabrizi ­(Jasmin Tabatabai) flieht aus ihrer Heimat Teheran, aufgrund ihrer sexuellen Orientierung droht ihr im Iran die Todesstrafe. In einem deutschen Provinzkaff nimmt sie die Identität eines verstorbenen Asylbewerbers an, denn sie will den wahren Grund ihrer Flucht nicht preisgeben. Das politische Drama «Fremde Haut» (2005) der deutschen Filmregisseurin Angelina Maccarone hat auch nach 18 Jahren nichts an Aktualität verloren und läuft im Rahmen der Werkschau zur Regisseurin am LGBTI-Festival Queersicht. Nebst dem Drama sind drei weitere Filme von Maccarone zu sehen, die sich mit Frauenfiguren in Zwischenwelten beschäftigen, die sich ihren Platz in der Gesellschaft erkämpfen müssen.

Die Podiumsdiskussion «Frauen schaffen Film» mit Maccarone und den Regisseurinnen Barbara Miller und Maria Sigrist fokussiert auf den Arbeitsalltag als Filmemacherin sowie Körperlichkeit und Sexualität im Film

Ausserhalb des binären Systems

Das durchmischte Programm des Festivals setzt sich zusammen aus Langspielfilmen und Kurzfilmblöcken. Darunter finden sich auch Dokumentarfilme, die Einblicke in queere Lebenswelten geben. Etwa der Beitrag «Genderbende» (2017) der holländischen Filmemacherin Sophie Dros. Sie begleitet fünf junge Menschen, die sich ausserhalb oder zwischen dem binären System bewegen – sie fühlen sich weder als Mann noch als Frau.

Geschlechterrollen untergräbt Linn Da Quebrada, eine Transfrau aus São Paulo im Porträt «Bixa Travesty» (2108) von Kiko Goifman und Claudia Priscilla. Die Performerin und Aktivistin bekämpft mit elektrisierenden Auftritten Homophobie und Transphobie in ihrer Heimat. Der Kurzfilm «Picture This» von Jari Osborne folgt dem körperlich beeinträchtigten schwulen Kanadier Andrew Gurza. Er ist ein Berater für «Disability Awareness» und leitet den Podcast «Disability after Dark», in dem er mit Gästen über Sexualität und Beeinträchtigung spricht.

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