Ben (Mitte), sein Freund und seine Grossmutter Rose. © Pathé Films
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Zum Staunen

Todd Haynes Jugendfilm «Wonderstruck» ist eine Ode an den Zauber von Museen und Buchläden.

Das Naturhistorische Museum in New York gehört zu den Orten, an denen man als Kind am liebsten ganze Nachmittage verbringen möchte: Da hängt ein Blauwal von der Decke, es rennt ein Wolfspaar durch den Schnee und es gibt Dinosaurierknochen so weit das Auge reicht. Auch dem 12-jährigen Ben und der gleichaltrigen Rose bedeutet der Ort viel. Der Jugendfilm «Wonderstruck» des amerikanischen Regisseurs Todd Haynes («Carol») erzählt die beiden Geschichten parallel, in Farbe und Schwarzweiss. Bens Mutter ist tot, seinen Vater hat er nie gekannt. Eine geheimnisvolle Nachricht auf einem Zettel, den er in einem Buch der Verstorbenen findet, bringt ihn auf eine Spur ins New Yorker Museum. Der gehörlose Junge begibt sich von Minnesota aus in die grosse Stadt. Während seine Geschichte in den 70er-Jahren spielt, lebt die ebenfalls gehörlose Rose in den 20er-Jahren in New Jersey. In einem New Yorker Buchladen kommen die beiden Geschichten zusammen. Museen und Buchhandlungen sind die Sehnsuchtsorte in diesem Film, der mit wenig Dialogen auskommt. Getragen wird er von den tollen jungen Hauptdarstellern Oakes Fegley und Millicent Simmonds, die selber gehörlos ist.

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