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Der Film zeigt einen ghanaischen, jungen und postkolonialen Blick in die Zukunft. © Heinz Reber, Büro Destruct
Kino Rex, Bern

Neue Weltsicht

Im Dokumentarfilm «Contradict» von Thomas Burkhalter und Peter Guyer öffnen sechs Menschen aus der Musikszene Accras den Blick auf Armut und Reichtum, Feminismus und Religion. Bei Bee-flat spielen die Protagonisten Fokn Bois.

«Sudan – Help America! Somalia – Help America!». Die Rapper M3nsa und Wanlov the Kubolor laufen durch die Strassen von Ghanas Hauptstadt Accra und sammeln Geld für die Amerikaner. Ein absurder Umstand. Die beiden Musiker provozieren gerne und kreiden das System an. «Als Fokn Bois sagen wir, wie es ist, wir reden nicht schön», sagt Wanlov the Kubolor.

Der assoziative Dokumentarfilm «Contradict – Ideas for a New World» von Thomas Burkhalter, Musikethnologe und Begründer des Musiknetzwerks Norient, und Peter Guyer begleitet die Fokn Bois und vier weitere ghanaische Musikerinnen und Musiker.

Position beziehen

Die aufstrebende Sängerin Adomaa ist stolz, einer Generation anzugehören, in der Frauen hervortreten. Eine von Frauen regierte Welt fände sie eine bessere.

Der Pastor Daniel Obinim macht in einer Predigt seinen Kirchgängern perfide Versprechungen: Er verteilt Frauen Bonbons und garantiert durch den Verzehr eine Schwangerschaft, bei der kein Sex nötig ist. Im immer christlicher werdenden Ghana wird nicht das, sondern der Song des Sängers und Rappers Worlasi über seine Zweifel an Jesus als blasphemisch aufgefasst.

Indem die jungen Menschen in Grossmutters Hinterhof Beats produzieren oder auf den Strassen Musikvideos drehen, diskutieren sie nicht nur über die Bedeutung des afrikanischen Kontinents und seine Zukunft, sie beziehen eine Position in einer sich global wandelnden Zeit.

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