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Patricia «Patti Cake$» Dombrowski träumt von einer Karriere als Rapperin.© Cineworx
Cinématte, Bern

Nach eigenem Rhythmus

Nichts wie weg aus dem miefigen New Jersey und Rapperin werden: Patricia Dombrowski kämpft für ihre Träume. Der berührende Underdog-Film «Patti Cake$» läuft im Kino.

Weil er ihr sprachlich im Freestyle-Rap-Battle unterlegen ist, schlägt der junge Mann, dem nichts Originelleres einfällt, als sich über ihr Gewicht zu mokieren, ihr ins Gesicht. Eine überraschend brutale Szene im sonst eher sentimentalen Film «Patti Cake$». Die 23-jährige Patricia Dombrowski aka Killa P aka Patty Cake$ träumt im trostlosen New Jersey davon, Rapperin zu werden. Um ihre kranke Grossmutter und ihre trinkende Mutter zu unterstützen, hält sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Mit ihrer Clique kämpft sich Patti unermüdlich durch die machoide Rap-Welt.

Es ist eine klassische Underdog-Geschichte, gespickt mit fetten Beats und derben Reimen, irgendwo zwischen «8 Mile» und «Precious». Dank der australischen Schauspielerin Danielle Macdonald ist Pattis Geschichte berührender als diejenigen ihrer Artgenossen. Sie spielt die junge Frau mit einer tiefgehenden Inbrunst und so authentisch, als hätte sie ihr Leben lang nur Reime geschrieben.

Hommage an starke Frauen

Der Musikvideo-Regisseur Geremy Jasper, der selbst in New Jersey aufgewachsen ist, liess sich für seinen ersten Spielfilm, für den er auch die Musik geschrieben hat, von seiner Biografie inspirieren: «Ich habe einen Teil meiner eigenen Erfahrung genommen und sie mit meinen Erinnerungen, meiner Obsession für den Rap und meiner Bewunderung für die starken und bemerkenswerten Frauen, die mich erzogen haben, kombiniert» so Jasper in einem Interview.

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