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Besuch der verflossenen Lover im Hotel. © Jean Louis Fernandez
Im Stream bei Quinnie on Demand

Liebe im Konjunktiv

In der fantasievollen Beziehungs-Komödie «Chambre 212» sinniert ein reiches Pariser Ehepaar über die Frage, wie ihr Leben verlaufen wäre, hätten sie nie zueinandergefunden.

An dem Abend, als Richard zufällig herausfindet, dass seine Ehefrau Maria ihn mit jüngeren Männern betrügt, ist Paris unter einer Schneedecke begraben. 20 Jahre ist das Paar kinderlos verheiratet, eine leichte Müdigkeit hat sich in ihren Beziehungsalltag eingeschlichen. Während für Richard eine Welt zusammenbricht, empfindet Maria ihre gelegentlichen Seitensprünge als bedeutungslos. Sie beschliesst kurzerhand, die Nacht im Hotel gegenüber der gemeinsamen Wohnung zu verbringen und so ein wenig Distanz zu ihrer Ehe und Klarheit über ihre eigenen Gedanken zu gewinnen. Doch damit will es in dieser Nacht nicht recht klappen. Kaum hat Maria ihr Hotelzimmer bezogen, klingelt es an der Tür. Vor ihr steht Richard, ein junger, gutaussehender Richard von 25 Jahren, just in dem Alter, in dem Maria sich in ihn verliebte.

Skurrile Figuren

Und dabei bleibt es nicht, denn auch Marias vergangene Lieberhaber und ihre verstorbene Mutter besuchen sie im Zimmer 212. Alsbald erscheint auch Irène, eine verflossene Jugendliebe Richards, die Maria fragt, ob sie denn jetzt, wo ihre Ehe vor dem Aus stehe, sich ihren Mann nicht nehmen dürfe? Die Geister ihrer Vergangenheit scheinen genau zu wissen, wohin Maria mit ihrer Ehe will.
Als wäre der Umgang mit dieser lärmenden Gruppe nicht schon anspruchsvoll genug, gesellt sich auch noch der schrille Monsieur Volonté dazu, und stellt sich als Marias «Wille» vor.

Magie der Kulisse

Regisseur Christophe Honoré («Sorry Angel», 2018) schuf mit «Chambre 212» ein verspieltes, sinnliches und gleichzeitig nachdenkliches Beziehungsmärchen. Es endet nicht mit «und wenn sie nicht gestorben sind», sondern beginnt mit «was wäre wenn». Dabei inszeniert Honoré, der auch als Theaterregisseur tätig ist, die Figuren abwechselnd im «Chambre 212», in der gemeinsamen Wohnung des Ehepaars oder lässt sie durch Kneipen und Stras­sen eines verzauberten, kulissenartigen Paris driften.

Zu sehen bei Quinnie on Demand
www.de-quinnie.cinefile.ch

Quinnie öffnet ab Do., 22.4. die Kinos cineMovie und cineABC

 

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