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La Verne springt in «The Tarnished Angels» spektakulär für das Publikum.© ZVG
Kino Rex / Kino Lichtspiel, Bern

Entlang gesellschaftlicher Brüche

Die Reihe Filmgeschichte, die das Kino Rex gemeinsam mit dem Kino Lichtspiel veranstaltet, rückt mit dem Schwarz-Weiss-Klassiker «The Tarnished Angels» von Douglas Sirk die 50er-Jahre in den Fokus.

 

Zwischendurch lohnt sich ein Blick zurück, um Altbekanntes neu einzuordnen. So etwa in der gemeinsamen Reihe Filmgeschichte des Kino Rex und des Kino Lichtspiel. Ergänzend zu der im jährlichen Zyklus gezeigten Filmreihe sprechen Expertinnen und Experten über ausgewählte Aspekte der Film­geschichte. So auch Bernhard Giger, Journalist, Filmemacher und langjähriger Leiter des Kornhausforum Bern. Er spricht im Vortrag «Die 50er-Jahre: Verloren in einer perfekten Welt» über filmische und historische Merkmale der Nachkriegsjahre.

Gezeigt wird dazu der Filmklassiker «The Tarnished Angels» (1957) von Douglas Sirk. Der in den 30er-Jahren spielende Film, der sich mit der Fliegerei und Karnevalsumzügen als Schauplätzen auseinandersetzt, mag auf den ersten Blick oberflächlich wirken mit seiner Liebesgeschichte um eine Frau und drei Männer. Die Fallschirmspringerin La Verne (Dorothy Malone) steht zwischen ihrem Mann, dem Schauflieger Roger Shumann (Robert Stack), dessen Mechaniker und dem Journalisten Burke Devlin (Rock Hudson).

Mehr als Melodrama

Die fast schon ein wenig pathetischen Blicke der Männer verlieren sich immer wieder in den Überblendungen des Films. Sirk verlässt dennoch die melodramatische Oberfläche und zeigt in seiner Verfilmung, die auf dem Roman «Pylon» von William Faulkner basiert, auch Themen wie Tristesse, Scheitern und geplatzte Träume. Entlang gesellschaftlicher Brüche kämpfen sich seine Figuren an moralischen Vorstellungen ab, die geprägt sind vom Kontext der Nachkriegszeit.

Live-Stream unter Kino Lichtspiel oder Kino Rex

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