mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Christian Kellenberger (l.) mit Schauspieler Kad Merad am letztjährigen Festival. © ZVG
CineClub, Bern

«Die Zweisprachigkeit soll auch im Kino gelebt werden»

Christian Kellenberger ist Mitbegründer und Direktor des Festival du Film Français d’Helvétie (FFFH). Er spricht über die zweite Berner Ausgabe des Festivals, Sprachbarrieren und Vermittlungsarbeit.

CineClub Bern
14. bis 16.9.
www.fffh.ch

Wie kam es zur Gründung des Festi­vals du Film Français d'Helvétie?
Die Zweisprachigkeit Berns soll auch im Kino gelebt werden. So haben wir dank der Unterstützung von UniFrance und der damaligen Präsidentin Mar­garet Ménégoz, französische Filmproduzentin mit deutschen Wurzeln, die Filme von Wenders und Haneke produziert hat, das Festival 2005 in Biel gegründet. Die konsequente Übersetzung ist unser Credo. Wir zeigen ausschliesslich Vorpremieren, untertiteln alles und synchronisieren alle Podiumsdiskussionen.

Was sind die Herausforderungen in Bern?
2017 haben wir unser Publikumsziel erreicht, auch wenn 70 Prozent des Publikums französischsprachig war. Um das besser zu durchmischen, fangen wir schon bei den Kleinen mit Slapstick-Kurzfilmen an und machen das Festival allgemein bekannter.

Hat der französische Film in der Deutschschweiz einen schweren Stand?
Jein, auch wenn die meisten französischen Filme nur in der Romandie laufen, ist dennoch eine grosse Affinität des deutschsprachigen Publikums zu sehen, etwa beim Publikumsliebling «Intouchables». Aber klar ist, es braucht mehr Vermittlungsarbeit für den nach Holly- und Bollywood weltweit grössten Filmproduzenten, Frankreich.

Welches Spektrum an Filmen deckt das FFFH ab?
Vielfalt ist uns wichtig. Die «Section horizon» zeigt Filme aus anderen Kultur- und Sprachräumen, die in Frankreich mitproduziert wurden. Die «Section clin d’oeil au cinéma suisse» widmet sich Schweizer Filmen wie «Le vent tourne» von Bettina Oberli. In der «Section FFFH» zeigen wir Filme, die noch nicht im Kino liefen und in der «Section découverte» entdeckt das Publikum Filme, die keinen Schweizer Verleiher gefunden haben, also nicht in die Kinos kommen.

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden