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«Green Days by the River» ist der erste Beitrag aus Trinidad und Tobago am FIFF.© «Green Days by the River» / Michael Mooleedhar
Diverse Orte, Freiburg

Die erstaunliche Welt in Freiburg

Brasilianische und mongolische Filme, Werwölfe, Star Wars, Biografien – und Greyerzer für einen Star: Das Festival International de Films de Fribourg (FIFF) geht los.

FIFF

Zuerst die Zahlen: Am 32. Festival International de Films de Fribourg laufen 113 Filme, davon 50 Schweizer Premieren und 17 Weltpremieren. Filme aus Afrika, Asien und Lateinamerika seien wieder zahlreicher vertreten als auch schon, sagte der FIFF-Direktor Thierry Jobin an der Pressekonferenz. So ist etwa zum ersten Mal ein Beitrag aus Trinidad und Tobago dabei («Green Days by the River»), und der Eröffnungsfilm «Makala» spielt in Kongos Kohleindustrie.

Besuch aus Nova Friburgo

Geografisch die Nase vorn hat Brasilien mit 22 Filmen. Aus diesem Land konnte am FIFF schon so manche Perle entdeckt werden. Nun reist eigens eine Gruppe von Filmerinnen und Filmern aus dem brasilianischen Nova Friburgo ans Festival, um über die Stadt Freiburg Kurzfilme zu drehen. Dahinter steht ein Austauschprojekt von Studierenden der Lausanner Schule ECAL, die ihrerseits Filme eines Besuchs in der ehemaligen Schweizer Kolonie am FIFF zeigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Gastland Mongolei. Das dortige Filmschaffen sei trotz schwierigen Umständen «étonnant», erstaunlich, wie Jobin die Wahl begründete.

Neu gibt das FIFF ausserdem der Filmszene vor der eigenen Haustür eine Plattform: Freiburger Filmemacherinnen und Filmemacher treffen sich an einem runden Tisch. Eine von ihnen ist Katharina Wyss, die ihr Schülerdrama «Sarah joue un loup-garou» in der Sektion «Passeport suisse» vorstellt.

Biopics und Geheimtipps

Um biografische Spielfilme, sogenannte Biopics, geht es in der Sektion «Genrekino». Zu sehen sind sowohl Klassiker wie «Citizen Kane» als auch neue Filme wie «I, Tonya». Ergänzend zeigt die Galerie WallRiss eine Ausstellung über Biografisches in der zeitgenössischen Kunst. «Wir loten gerne ein wenig die Grenzen eines Genres aus», so Jobin.

Immer gut für europäische und amerikanische Geheimtipps ist die Sektion «Filme der internationalen Jury», dieses Mal etwa mit einem Dokumentarfilm über die Hassliebe zwischen den Fans und George Lucas, dem Regisseur von «Star Wars». Restaurierte, wenig bekannte Meisterwerke sind in der Sektion «Hommage à … Cannes Classics» zu sehen, und die an der Berlinale geehrte Beki Probst hat für das FIFF Schlüsselwerke der kurdisch-türkischen Filmgeschichte ausgewählt. Und last, but not least: Der britische Regisseur Ken Loach («I, Daniel Blake») unterrichtet eine Masterclass. Ein Paket mit Schokolade und Greyerzer habe ihn hergelockt, scherzte Jobin.

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