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Das Leben geht weiter – trotz dem Tod. Szene aus «Dem Himmel zu nah».© Filmbringer
Kino Rex und Kellerkino, Bern

Die Welt steht still

Was macht das Leben lebenswert? Die aufwühlende Spurensuche «Dem Himmel zu nah» von Annina Furrer läuft in Bern.

Elisabeth war 19, Marius 39 Jahre alt, als sie sich das Leben nahmen. Zwischen den beiden Todesfällen liegen Jahre. Für die Hinterbliebenen sind es Jahre der Trauerarbeit und des sich Hinterfragens. Eine Schwester der beiden ist die Berner Regisseurin Annina Furrer. In ihrem aufwühlenden und sehr persönlichen Dokumentarfilm «Dem Himmel zu nah», der an den Solothurner Filmtagen Premiere feierte, versucht sie den erneuten Suizid in ihrer Familie zu verstehen. «Jemand stirbt, die Welt steht still, das Leben geht weiter»: Dieser absurde Lauf der Dinge hat Furrer dazu motiviert, einen Film über den Umgang mit dem Tod zu drehen. Das Resultat ist keine tränenreiche Nabelschau, sondern eine spannende Spurensuche – «Wann rieselte der Sand ins scheinbar intakte Familiengetriebe?» – und auch eine Erkundung dessen, was das Leben lebenswert macht.

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