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Greta im Stück des Theaterensembles Johannes.© Lorenz Jost
Kirchgemeindehaus Johannes, Bern

Weil die Welt brennt

«Genug geredet, steht jetzt auf!»: Das Theaterensemble Johannes zeigt ein Stück über Mut, Aktivismus und Ausgrenzung, das vom Engagement der Beteiligten lebt.

Stimmengewirr hallt durch den Raum, in dem sich rund 40 Schauspieler*innen des Theaterensembles Johannes und Tänzer*innen des Hip-Hop-Centers Bern aufwärmen. Dann wird es still und der Vorhang geht auf.

Langsam bewegen sich die immensen, schwimmenden Müllberge vorwärts: Die Lehrerin zeigt der Klasse ein Video, welches vor der Küste Honduras gedreht wurde, und fragt: «Was könnte euer Beitrag sein, um etwas gegen die Umweltverschmutzung zu tun? Sagt es mir nach den Ferien, ich werde eine Woche in New York verbringen».

Es sind solche Szenen, die in «Genug geredet, steht jetzt auf!», unter der Regie von Kulturvermittler Hannes Liechti das widersprüchliche Verhalten der Menschen aufzeigen, wenn es um den Schutz von Umwelt und Klima geht.

Da ist auf der einen Seite die im Stück 15-jährige Greta Thunberg in Stockholm, die allen Widerständen zum Trotz immer aktiver gegen den Klimawandel ankämpft. Gegenwind kommt von ihren Mitschülerinnen, den Erwachsenen, aber auch die Medien, die die junge Aktivistin als Einzelperson porträtieren und dabei ihr Anliegen aus den Augen verlieren, sind ihr keine grosse Hilfe. Thunberg lernt, mit Ausgrenzung und Anfeindungen umzugehen und nutzt für ihren Kampf nicht zuletzt ihre vermeintliche Schwäche: ihr Asperger-Syndrom.

Klimajugendliche wirken mit

Auch Mia in Bern macht sich Sorgen. Während eine Mitschülerin findet, sie wolle jetzt erst einmal eine Lehre absolvieren und dann auf einer Insel Partys feiern, fragt sich Mia, ob es diese Inseln dann überhaupt noch gibt.

Die Botschaft des Stücks, das Regisseur Liechti mit den Jugendlichen entwickelte, ist klar: Im Kampf gegen die Klimakatastrophe braucht es alle. Jetzt. Das ganze mag ein Theater sein, die Betroffenheit des Ensembles ist aber echt: Viele der Mitwirkenden sind Teil der Klimajugend.

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