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Die Revolution beginnt im Kleinen. © Yoshiko Kusano
Schlachthaus Theater, Bern

Übel, übler, Übü

Kinder als kindische Erwachsene: Der Kinderclub des 
Schlachthaus Theaters inszeniert das satirische und 
surreale Stück «König Übü» von Matto Kämpf.

Kinder kennen keine Existenzängste. Sie sind nicht verbittert aufgrund der unerreichbaren Erwartungen, die die Gesellschaft an sie stellt. Und sie haben ihre moralischen Vorstellungen nicht aus dem Fenster geworfen, um in einer kapitalistischen Welt zurechtzukommen. Deshalb sind sie auch perfekt für die Inszenierung von «König Übü». Der Kinderclub des Schlachthaus Theaters zeigt unter der Leitung von Luzius Engel und Emily Magorrian die karikaturistische Geschichte des grausamen Despoten König Übü. Er ist ein machtbesessener und gieriger Tyrann, der alleinig und gewaltsam über seine Untertaninnen und Untertanen herrscht – lange lässt sich das Volk so etwas aber nicht gefallen.

Das satirische Theaterstück «König Ubu» von Alfred Jarry wurde 1896 uraufgeführt und vom Berner Autor
Matto Kämpf nun textlich für das Schlachthaus adaptiert. Die Grundgedanken sind aber dieselben geblieben: Für unreife Herrscher, die sich wie trotzige Kinder benehmen, gibt es keinen Platz in der Geschichte. Wenn man dasselbe doch bloss über die momentane politische Weltlage behaupten könnte.

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