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Auf ins Abenteuer.© Fabian Chiquet
Reberhaus Bolligen

Renitente Rentnerpiraten

Zwieback statt Crèmeschnitte: Vier Freunde büxen aus dem Altersheim aus. «Martha und die Seeräuberpiraten» von Matto Kämpf wird im Reberhaus Bolligen gezeigt.

«Anker lichte - mir göh nie meh hei» singen Martha und ihre Freunde Luc, Beat und Franz. Nachts werden sie zu Piraten. Denn im Altersheim Friedhofs­törli läuft vieles verkehrt: Es gibt Frühstück um sieben, auch wenn man noch schläft. Ist man abends hungrig, ist schon Nachtruhe. Die vier ziehen «Zwiebackpudding mit Zwiebackbrösmeli» den Crèmeschnitten vor und stürzen sich so mutig wie schwerhörig und unbeholfen ins Abenteuer gegen den Beherrscher der sieben Welt­meere, «Käpt‘n Knurrgüggu».

Doch so schön der renitente Ungehorsam auch ist – Piratsein ist harte Arbeit und man muss Langeweile und Zwieback ertragen können, sonst endet es in einer Meuterei. Kapitänin Martha hat das Nachsehen und «d’Manne wieder d’Hose anne» in der altbackenen Hoffnung: «Mann am Steuer, kommt Abenteuer, kommt Seeungeheuer.»

«Martha und die Seeräuberpiraten» (ab 6 Jahren) vereint Schauspiel mit Puppen und Livemusik von Tomazobi-Musiker Mark Oberholzer, der wie Schauspieler Christoph Hebing, Co-Leiter der Jungen Bühne Bern, Teil des Theaters Max ist. Der Berner Autor Matto Kämpf hat ihr zweites Stück geschrieben, das auch der zweite Teil der Martha-Trilogie ist. Darin geizt er weder mit Reimen, Wortwitz und Slapstick noch mit Pointen.

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