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Game-Expertin Bettina Wegenast. © ZVG
Grosse Halle der Reitschule, Bern

«Es geht um Teamarbeit»

In der Grossen Halle vereint PlayBern, ein Festival für Games und Kultur, Spielen und Programmieren mit Improtheater, Tanz und Vorträgen. Bettina Wegenast ist künstlerische Leiterin des Festivals und spricht im Interview über barrierefreies Gamen und die Zutaten für ein gutes Spiel.

Bettina Wegenast, das diesjährige Festivalthema lautet «Gamen ohne Grenzen». Wie sieht barrierefreies Gamen aus?
Das ist nicht ganz einfach und es gibt noch nicht sehr viel in diesem Bereich. Es gibt bereits einige Versuche wie denjenigen mit dem Adaptive Controller von Microsoft, einem speziellen Tool, an welchem unterschiedliche Steuerelemente angeschlossen werden für Gamerinnen und Gamer mit eingeschränkter Mobilität.

 

Gibt es im Bereich Audio mehr Möglichkeiten?
Es gibt Games, die auditiv gesteuert sind. Am Samstag wird im «Speakers Corner: Gamen ohne Grenzen!» 
Daniele Corciulo über die Herausforderungen für Gamerinnen und Gamer mit einer Sehbehinderung sprechen. Er hat selbst ein Sehvermögen von 
10 Prozent, spielt aber extrem gerne Rennspiele und wird zeigen, was er für Lösungen gefunden hat, damit dies möglich ist.

Wie funktioniert ein «Game-Jam» genau?
Um ein Spiel zu entwickeln, braucht es immer unterschiedliche Personen. Es könnte zum Beispiel so aussehen: Jemand hat die Idee für eine Geschichte, jemand programmiert, jemand macht die Grafik und jemand vielleicht das gesamte Design. Beim «Game-Jam» können alle mit ihren Fähigkeiten teilnehmen und dann wird geschaut, was passiert: ob ein Prototyp angedacht oder gleich ein Spiel entwickelt wird. Es geht dabei um Team­arbeit. Die «Game-Jams» sind immer sehr unterhaltsam und sehr sportlich, weil man nur 24 Stunden Zeit hat, um sich ein Game auszudenken.

Was macht ein gutes Game aus?
Ein gutes Spiel ist so designt, dass es nach den eigenen Fähigkeiten gespielt werden kann. Es darf nicht langweilen und muss gleichzeitig das Gefühl geben, dass es bewältigt werden kann. Mich persönlich muss die Spielgeschichte interessieren. Die Grafik ist oft Geschmackssache. Die Zugänglichkeit zu einem Spiel ist auch ein entscheidender Faktor: Ein Spiel darf nie das Gefühl geben, dass man ausgeschlossen wird, man muss das Gefühl haben, im Spiel willkommen zu sein.

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