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Beim Kunst-Erhalten zuschauen.© HKB, 2016
Fachbereich Konservierung und Restaurierung, Hochschule der Künste Bern

An einem Klee knabbern

Erstmals findet in der Schweiz der Europäische Tag der Restaurierung statt. An der Hochschule der Künste Bern bekommen Besucher*innen auch Kunstwerke zu essen.

Handwerkliches Geschick, ein tiefgehendes Verständnis für Materialität, Kunst und Kunstgeschichte, aber auch ein immenses Wissen über chemische Prozesse eignen sich die Studierenden des Fachbereichs «Konservierung und Restaurierung» an der Hochschule der Künste Bern (HKB) an.

Im Masterstudium spezialisieren sich die angehenden Restaurator*innen in den Bereichen «Gemälde und Skulptur», «Grafik, Schriftgut und Fotografie», «Architektur und Ausstattung» oder «Moderne Materialien und Medien». Denn auch immaterielle Formen von Kunst und Kulturgütern gilt es zu erhalten.

Die Schweiz nimmt zum ersten Mal am Europäischen Tag der Restaurierung teil. Ein Aktionstag, welcher mit einem vielfältigen Rahmenprogramm die Arbeit von Konservator*innen und Restaurator*innen in Museen, Archiven, Sammlungen und privaten Ateliers veranschaulicht.

Fälschungen auf den Fersen

Zu diesem Anlass lässt die HKB unter dem Titel «Kunst anders erleben» Besucher*innen in Werkstätten, Laboratorien und durch Mikroskope blicken. Die Workshops, Führungen und Speed Talks richten sich an Erwachsene wie Kinder. «Wir wollen auf spielerische Art die Methoden und Projekte der Konservierung und Restaurierung zugänglich machen», erklärt die Kommunikationsbeauftragte Esther Maurer.

«Tatort Kunst – Fälschungen erkennen» nennt sich ein Programmpunkt, bei dem auf unterhaltsame Weise und anhand von konkreten Beispielen die feinen Unterschiede im Aufbau von Original-Kunstwerken und ihren Plagiaten aufgezeigt wird – und wie man Letztere entlarven kann.

Aber auch eigene Kunstwerke durften im Vorfeld angemeldet werden, um sie von Expert*innen begutachten zu lassen. Diese geben Auskunft über den Zustand, die Urheberschaft sowie Stil oder Epoche des Werks. Vielleicht erfährt die eine oder andere Person also von einer unverhofften Wertanlage auf dem eigenen Dachboden.

Wer probieren möchte, wie ein Paul Klee schmeckt, der sollte sich im HKB «Buffet Nord» einfinden. Stratigrafie heisst die Methode zur Untersuchung der farblichen Zusammensetzung von Kunstgegenständen. Die dabei zu untersuchenden Farbschichten sind normalerweise nur unter dem Mikroskop erkennbar – hier werden sie nun für einmal zu einem hoffentlich wohlschmeckenden Kuchen geschichtet.

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