mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Schertenlaib & Jegerlehner spielen zur Wiedereröffnung im Reberhaus Bolligen.© Reto Camenisch

Zwischensaison vor Saisonende

Kinos, Tierpark und Botanischer Garten öffnen wieder und auch Veranstaltungen bis zu 300 Personen dürfen durchgeführt werden – mit Einhaltung der Schutzkonzepte. Aktueller Stand: Entschlacktes Kulturprogramm, grosse Open-Air-Hoffnungen und enttäuschte Clubbetreiber.

 Am 27. Mai hat der Bundesrat beschlossen, dass Veranstaltungen bis zu 300 Personen ab dem 6. Juni mit Einhaltung der Schutzkonzepte oder mit Contact Tracing wieder stattfinden dürfen. Bereits geöffnet haben seit dem 12.5. die Museen und diverse Galerien und ab 6.6. auch die Kinos. Bei Redaktionsschluss war für viele Veranstaltende noch nicht klar, wann und ob wieder Konzerte, Theater- oder Clubabende statt finden werden. Eine Veranstaltungsagenda finden Sie deshalb erst wieder in der nächsten BKA, die am 10.6. erscheint. Eine vorläufige Übersicht:

Bühne: «Phönixe» und Radioopern

Konzert Theater Bern setzt den ganzen Juni hindurch auf einen alternativen Spielplan. Zu sehen sind Monologe in entschlacktem Bühnenbild aus «FIFA – Glaube, Liebe, Korruption», «Tod eines Handlungsreisenden» und «Schuld und Sühne». Die Tanzcompagnie wird ebenfalls ein auf die ungewöhnlichen Auftrittsbedingungen zugeschnittenes Programm zeigen und musikalisch stehen neben Liederabenden und dem geplanten Beethoven-Festival in angepasster Form, die Radiooper «The Old Maid and the Thief» auf dem Programm.

Auch das Theater Orchester Biel Solothurn startet in die ungewöhnliche Zwischensaison vor Saisonende (9. bis 17.6.) mit Theater und Musik. Ebenso das Theater an der Effingerstrasse, das am 13.6. Premiere des Stücks «Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel» von Theresia Walser feiert. Im Schlachthaus Theater zeigt der Kinderclub seine Produktion «Gueti Frag!» (ab 12.6.). Abhilfe für ausgehungerte Kleinkunstliebhaberinnen und -liebhaber schafft das La Cappella mit dem vierteiligen All-Star-Programm «Phönix» (9.6. bis 6.7.) und das Reberhaus Bolligen, das am 9.6. mit dem neuen Programm von Schertenlaib & Jegerlehner, «Textur», eröffnet.

Musik: Im Gärtli und im Wartemodus

Am herausforderndsten stellt sich die Situation für die Musikclubs dar. Während der BeJazz Club auf das am 28.7. beginnende Festival BeJazzSommer im Innenhof des Berner Generationenhauses hofft, lädt der Kulturhof Schloss Köniz Ende Juni in den Schlosshof zu Konzerten unter der Linde, Kinderkonzerten, Kleinkunstaufführungen und allenfalls einer Open-Air-Silent-Disco. Auch im Mokka in Thun werden ab dem 10.6. im «Sommergarten» wieder kleine, hauptsächlich akustische Konzerte und DJs zu hören sein.

Schwierig gestaltet es sich in Musikclubs, die über keinen bespielbaren Aussenraum verfügen. Im ISC etwa verzichtet man vorerst auf Livekonzerte und Partys. Jacqueline Brügger vom ISC sagt über die Richtlinien für Clubs: «Es ist irgendwie bitzli wie antiautoritäre Erziehung: Kind, wir verbieten dir das nicht. Aber wir wären enttäuscht, wenn du's trotzdem tust.» Auch Dino Dragic-Dubois vom Kapitel am Bollwerk ist enttäuscht und hofft, spätestens ab August wieder einen mehr oder weniger normalen Clubbetrieb planen zu können. «Wir heissen ja nicht umsonst Nachtclub. Ab Mitternacht ist Sense – um die Zeit öffnen wir regulär unseren Club. Diese Mitternachts-Sperrstunde ist absolut unverständlich, bringt nichts und schränkt auch unseren Restaurantbetrieb stark und unnötig ein.» Auch die Realisation von sogenannten «Daydances» sieht er mit den jetzigen Einschränkungen als kaum durchführbar. Bis wieder getanzt werden darf, überbrückt das Kapitel auf dem Kleeplatz vor dem Club bis auf Weiteres mit einem Gastroangebot in der Stadtoase.

Aktualisierte Informationen finden Sie laufend auf den Webseiten der Veranstalter.

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden