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Der Erbstreit unter Brüdern tobt. © Lea Moser
Theater Matte, Bern

Wo ist die Kohle?

Drei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, warten auf das Erbe ihres verstorbenen Vaters. Das Mundartstück «Unter falschen Brüdern» läuft im Theater Matte.

Wem sind noch nie solche Geschichten zu Ohren gekommen: Ganze Familien gehen im Streit um Geld auseinander – besonders wenn es darum geht, wer das Erbe antreten darf. Im Stück «Unter falschen Brüdern» von Peter Buchholz wird das Phänomen aufgegriffen. Der Vater stirbt unerwartet und die drei Söhne – Oliver (Michael Schoch), Christof (Res Aebi) und Ulrich (Adrian Schmid) – treffen in seinem Haus aufeinander und warten auf die Testamentseröffnung. Es herrscht schon seit Jahren Funkstille zwischen den drei Brüdern, sie haben sich entfremdet. Nur Oliver pflegte ein gutes Verhältnis zum Vater und geht die Sache entspannt an. Die beiden anderen hingegen erwarten einen Anteil am Erbe als Zeichen der Wiedergutmachung – obwohl sie nicht mehr wissen, was für ein Mensch ihr Vater war.

Tragik, Komik und Krimi

Somit hat die Geschichte eine eigentlich tragische Ausgangslage. Mit «Unter falschen Brüdern» bringt das Theater Matte aber ein durchaus humorvolles Stück als Schweizer Erstaufführung auf die Bühne. Dafür sorgen die Figuren, die hier aufeinandertreffen. «Es scheint unmöglich, dass sie irgendwie wieder zusammenfinden. Die Schauspieler zeigen das auf lebendige und charmante Weise», sagt Regisseur Richard Henschel. Als klar wird, dass sich das Geld nicht am erwarteten Ort befindet, entwickelt sich die Geschichte zum rätselhaften Krimi, der Geheimnisse ans Licht bringt. Was als Familiengeschichte beginnt, geht schliesslich der Frage von Verantwortung und Anspruch nach.

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