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Der Zirkus Chnopf setzt auf schwindelerregende Leitern und markante Figuren. © Andrin Winteler
Warmbächlibrache, Bern

«Wir sind tatsächlich Freaks»

Der Wanderzirkus Chnopf bespielt mit seiner neuen Produktion «Gugus» im Rahmen am Säbeli-Bum-Festival der Heiteren Fahne die Warmbächlibrache. Das Stück ist inspiriert von «Alice im Wunderland». «Was wir machen, ist in den Augen vieler unvorstellbar – wir fahren mit riesigen Wägen aus Holz quer durchs Land und leben von Hutkollekten», sagt Dave Sieger, Produktionsleiter des Zirkus Chnopf. Da in der Schweiz keine öffentliche Zirkusausbildung angeboten wird und es somit kaum geeignete Spielstätten gibt, legt der gemeinnützige Wanderzirkus einen Schwerpunkt auf Nachwuchsförderung im Bereich Artistik und Physical Theatre.

Herausstechen, aber akzeptiert sein

Der Zirkus Chnopf tritt mit seinem neuen Programm «Gugus» im Rahmen des zehnten Säbeli-Bum-Festivals, organisiert von der Heiteren Fahne, auf der Warmbächlibrache auf. Diese wird unter anderem vom Kollektiv Frei_Raum, der Hora’Band und Tomazobi mit Musik, waghalsigen Stücken und Gastronomischem bespielt.

Der Zürcher Zirkus beschäftige sich stets mit gesellschaftsrelevanten Themen, sagt Sieger. «Jeder will heute ein Freak sein und irgendwie aus der Masse herausstechen, aber dennoch akzeptiert werden. Dieses Thema passt zu uns, denn wir sind auf unsere Art tatsächlich Freaks.» Die Charaktere in «Gugus» seien angelehnt an die Figuren aus «Alice im Wunderland», einer Geschichte mit einer sehr hohen Dichte an aussergewöhnlichen Figuren: Es treten beispielsweise die beiden zeitverschwenderischen Zwillinge Tweedledum und Tweedledee, die rote, weisse und schwarze Königin, der gestresste Märzhase und die unheimliche Grinsekatze auf. Diese Figuren seien nicht an den Kostümen, 
sondern an den Charakteren der Artistinnen und Artisten zu erkennen, so Sieger. Es ist die erste Produktion des Zirkus Chnopf, durch deren Geschichte sich kein roter Faden zieht. Sieger erklärt dies anhand einer Szene: «Eine Figur schläft auf einer Holzplatte, welche die anderen wegtragen wollen und sie deshalb auf ein Fahrzeug hochheben. Die ganze Szene dreht sich um diesen Akt des Hochhebens. Die Geschichte dahinter, das Warum, bleibt unklar.»

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