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Kein Spoiler: Das Mobiltelefon spielt eine Hauptrolle im neuen Effingerstück.© Severin Novacki
Das Theater an der Effingerstrasse, Bern

«Wir alle haben unsere Geheimnisse»

Das Theater an der Effingerstrasse bringt «Das perfekte Geheimnis» auf die Bühne. Regisseur Alexander Kratzer verrät schon mal, was eine gute Komödie ausmacht.

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Mit der Komödie «Extrawurst» beendete Alexander Kratzer die Saison vor der Sommerpause und gab damit seinen Abschied als Leiter am Theater an der Effingerstrasse. Zwei Jahre hatte der 1971 in Innsbruck geborene Theaterschaffende das Programm geprägt. Nun kehrt er mit dem Stück «Das perfekte Geheimnis», das in Koproduktion mit dem Stadttheater Bruneck entstand, in der Rolle des Regisseurs nochmals ans Effinger-Theater zurück. Einmal mehr mit einer Komödie. Das Stück basiert auf dem Erfolgsfilm «Perfetti Sconosciuti» (2016) von Paolo Genovese. Darin geht es um eine Gruppe von Freunden, die sich bei einem gemeinsamen Essen an ein delikates Spiel wagen. Sie einigen sich darauf, alle eingehenden Nachrichten und Anrufe während des Abends miteinander zu teilen. Das kann nur schiefgehen.

Mit viel Italianità

«Das Stück beginnt leicht und fröhlich, mit der Zeit kippt es aber», so Kratzer. Man lache und leide mit, wenn die Lebenslügen der drei Paare und eines Singles ans Licht kämen. «Wir alle haben unsere Geheimnisse.» Deshalb sei man nahe am Stück dran. Im Theater könne man die Gefühlszustände der Menschen sehr direkt miterleben. «Ein absoluter Vorteil gegenüber dem Film», so Kratzer. In seiner Inszenierung setzt der Regisseur auf eine gehörige Portion Italianità. «Das Stück lebt von vermeintlich oberflächlichem Parlando, der Liebe zum Essen, zum Genuss und zur Gemeinsamkeit.» Die moderne Kommunikation – insbesondere die Mobiltelefone – spielt dabei eine wichtige Rolle. Schliesslich spielt das Stück im Hier und Heute. Die Bühne gaukle durch bewusste Überzeichnung eine flauschige Wohligkeit vor, so Kratzer. «Die Kostüme sind bunt und modisch.»

Was braucht es für eine gute Komödie? Neben Gags müsse das Komische auch einen gewissen Tiefgang haben, ist der Regisseur überzeugt. Und das richtige Tempo. «Ich arbeite bei meinen Inszenierungen mit den Schauspieler*innen ganz viel am Rhythmus.»

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