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4 + 1: «Gleich | anders: variiert. © Sabine Burger
Dampfzentrale, Bern

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Die Compagnie «Cie BewegGrund» präsentiert mit dem Doppelabend «2x» zwei Stücke, die Tanzen mit Träumen, und Wunsch mit Wirklichkeit verbinden. Schliesse die Augen und stelle dir vor: Was wolltest du schon immer mal auf der Bühne machen? Von dieser Frage sind die Regisseurinnen Kathrin Yvonne Bigler und Christine Hasler in ihrem Workshop mit jungen Menschen mit und ohne Behinderung ausgegangen. Bühnenträume wurden gesammelt, Tonaufnahmen gemacht und zu einem Hörstück verarbeitet. Eine Herde Zebras wünscht sich jemand, schweben zu können eine andere, oder gar einen Vorhang aus Regentropfen, der die Bühne nicht nass macht. Fantasien wurden frei geäussert, ohne diese zu werten.

Am Doppelabend «2x» treten im Stück «Was ich schon immer mal auf der Bühne machen wollte» fünf Performerinnen und Performer auf. Diese spielen mit den Erwartungen des Publikums und verbeugen sich mitunter, als wäre das Stück schon fertig. Doch was sie auf der Bühne machen wollen, wird gar nie umgesetzt, die Träume werden via Audio vermittelt, so dass Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Glamouröse Kostüme in Weiss, Gold und Glitzer, von Szenografin Annatina Huwiler entworfen, zelebrieren Individualität.

Individuell im Raster

Das zweite Stück des Abends gibt sich weniger opulent, dafür umso tänzerischer. Der 1971 in Interlaken geborene Choreograf Jürg Koch ist ursprünglich von einem Duett ausgegangen, das er mit Louis Amport, einem Tänzer im Rollstuhl entwickelt hat. Daraus hat er das Stück «gliich | anders: variiert» mit vier Tänzer*innen und einem Musiker erarbeitet. «Es geht um Raumrichtungen, Muster und Variationen», verrät Koch. Die Tanzschaffenden bewegen sich in einem Raster, das die unterschiedlichen Körper, Alter und Geschlechter zur Geltung bringt. Jazzmusiker Philipp Moll spielt dazu am Kontrabass Variationen berühmter Cellosuiten von Bach. Diese entfernen sich mal mehr, mal weniger vom Original. «Es geht letztlich um individuelle Porträts aller Beteiligten», so Koch. Die Kostüme von Salome Egger versinnbildlichen mit vielen Mustern und Farben: Niemand ist gleich, aber alle haben etwas Vergleichbares.

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