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Wesson, Rachel und Smith sind ein kurioses Trio.© Severin Nowacki
Das Theater an der Effingerstrasse, Bern

Tanz um den Abgrund

«Smith & Wesson» von Alessandro Baricco, erzählt eine Abenteuergeschichte um drei ausgefallene Persönlichkeiten und ein waghalsiges Vorhaben. Das Theater an der Effingerstrasse bringt den Roman auf die Bühne.

Um ihren Ruhestand nachzubessern, fasste die 1838 im Bundesstaat New York geborene Annie Taylor als über 60-Jährige den waghalsigen Entschluss, sich als erster Mensch der Welt in einem Fass die Niagarafälle herunterzustürzen und damit berühmt und reich zu werden. Sie überlebte zwar, tragischerweise blieb der Ruhm jedoch aus. Inspiriert von diesem Ereignis veröffentlichte der italienische Autor Alessandro Baricco («Novecento») 2017 den Roman «Smith & Wesson». Das Theater an der Effingerstrasse bringt jene Abenteuergeschichte in der Regie von Markus Keller auf die Bühne.

Am Rand der Gesellschaft

In Bariccos Version heisst die Pro­tagonistin Rachel (Larissa Keat) und ist um die 20 Jahre alt. Die Journalistin hat ein anderes Motiv für ihr Vorhaben: Sie will sich in der männer­dominierten Medien­branche Gehör verschaffen. Tom Smith (Wolfgang Seidenberg) und Jerry Wesson (Gilles Tschudi), zwei kauzige, ältere Herren am Rande der Gesellschaft, sollen ihr dabei helfen. Der eine ist ein von der Polizei gesuchter Hochstapler, der bei genauerer Betrachtung liebenswert und sanftmütig ist. Der andere lebt bei den Niagarafällen, betreibt dort einen Kiosk und organisiert Bootstouren für Touristen – die meiste Zeit aber verbringt er damit, Tote aus dem Wasser zu bergen. Rachel, die mehr schreiben will als eine langweilige Story über Flitterwochen, kann die beiden für ihr Vorhaben überzeugen. So nimmt das «Ballett am Rande des Abgrunds», wie das Buch von der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» bezeichnet wurde, einen unerwarteten Lauf.

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