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Matthias Schoch und Günter Baumann liefern sich ein verbales Duell. © Joel Schweizer
Stadttheater Biel und Solothurn

Sprachduell

Das Theater Orchester Biel Solothurn inszeniert das dialogische Kammerspiel «Der Weg ins Morgenland» von Dominique Ziegler. Hat dieser junge westeuropäische Mann wirklich vor, nach Syrien zu gehen und sich einer islamistischen Terrormiliz anzuschliessen? Der Polizist, der den Verdächtigen auf dem Präsidium verhört, ist sich dessen sicher. Denn schliesslich hat man auf seinem Laptop Flugtickets in den Nahen Osten und dschihadistische Gewaltvideos gefunden. Während des hitzköpfigen Sprachduells, das sich die beiden liefern, flammen Themen wie Meinungs- und Glaubensfreiheit, soziale Ungerechtigkeit und staatlich-politische Manipulation auf.

«Der Weg ins Morgenland» heisst das brisante Zweipersonenstück (Günter Baumann und Matthias Schoch), das in der Regie des britischen Regisseurs Robin Telfer am Theater Orchester Biel Solothurn erstmals in einer deutschen Version zu sehen ist. Das kluge Wortgefecht stammt aus der Feder des Genfer Autors Dominique Ziegler. «Es ist wie ein verbaler Pingpong-Match», sagt der Dramatiker, «wobei die je­weiligen Argumente das Konzept von Gut und Böse demontieren und eine emotionale Ambivalenz erzeugen.»

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