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Manuel Stahlberger zerbröselt die Gepflogenheiten der Schweizerinnen und Schweizer.© Michael Schoch
La Cappella, Bern

Riesige Kleinigkeiten

Manuel Stahlberger kommt mit seinem dritten, abend­füllenden Programm «Eigener Schatten» in die La Cappella. Darin bietet der St. Galler Musiker und Kabarettist dem ganz Kleinen die grosse Bühne.

Als einen «traurig-lustigen Trip durch Kindheitsmelancholie und Erwachsenendepression» bezeichnet das Ma­gazin «Saiten» Manuel Stahlbergers neues Programm «Eigener Schatten» (Musik: Bit-Tuner). Ein Stapel gefälschter Schulhefte liegt auf seinem Schreibtisch. Und eine kuriose Backware: Jene Brot-Panflöte, die bereits auftauchte, als sich Stahlberger in der SRF-Late-Night-Show «Deville» für die Geschenke bedankte – darunter das essbare Instrument –, die ihm die Zuschauerinnen und Zuschauer zugeschickt hätten.

Absurd-Banales

Unvergessen bleibt auch der Auftritt des Musikers, Kabarettisten und Comiczeichners, als er seine Sammlung an Postschalter-Tickets in jener Show zeigt. Mit seinem lakonischen, staubtrockenen Humor präsentiert er sie einmal geordnet nach Nummer, dann nach Datum. Die Komik entsteht, wie so oft bei ihm, durch das Absurd-Banale. Kleinigkeiten werden bei ihm ganz gross, auf die Pointe wartet man meist vergebens.

Scharfsinnig zerbröselt

Mit dem Kabarettistenduo Mölä und Stahli bespielte Stahlberger ab 1994 die Kleinkunstbühnen der Schweiz, 2001 erhielt er für das Projekt den Prix Walo. Komödiantisch sind auch die Liedtexte des St. Gallers, in denen er mit seiner Mundart-Pop-Band Stahlberger in gewohnt scharfsinniger Manier die Gepflogenheiten von uns Schweizerinnen und Schweizern zer­bröselt.

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