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Geschürte Angstmacherei: «Mörder unter uns».© Yoshiko Kusano
Schlachthaus Theater, Bern

Ohne Dunkel kein Licht

Wie beeinflussen sich Demokratie und autoritäres Präsidialsystem? Die Zimmerwäldler und das Theater Pokoleniy spielen «Mörder unter uns» im Schlachthaus Theater. Angeheizt durch Fahndungsplakate und Presse versetzt ein Kindermörder eine Grossstadt in Angst. Da der Erfolg der Polizei ausbleibt, suchen die Bevölkerung und sogar kriminelle Organisationen den Mörder auf eigene Faust. Fritz Langs «M – Eine Stadt sucht einen Mörder» von 1931 galt damals aufgrund der grotesk dargestellten Hysterie und den Hetzparolen, mit denen die rechtschaffenen Bürgerinnen und Bürger um sich warfen, als Vorhersage auf den kommenden Faschismus der Nationalsozialisten.

In der heutigen Zeit, in der die Rechtspopulisten in Europa auf rasantem Vormarsch sind, ist der Filmstoff wieder brandaktuell. Die Gruppe Die Zimmerwäldler und das Theater Pokoleniy blicken in ihrem neuen Stück in der Regie von Eberhard Köhler «Mörder unter uns. Oder davon werden unsere Kinder auch nicht wieder lebendig» auf die Risiken, die geschürte Angstmacherei für die Demokratie bergt. Die Autoren Mikhail Schischkin und Matto Kämpf adaptierten Langs Film für die Bühne und übertragen die Geschichte auf die Beziehung zwischen der Schweiz und Russland.

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