mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Eine «Take-Away-Freakshow» zum Jubiläum von Cirque de Loin: «Soror».© Sabrina Christ
Cirque de Loin, Gaswerkareal, Bern

Nonkonformistisches Spiel

Auf dem Gaswerkareal werden Zeltstangen aufgestellt und Konventionen zum Einstürzen gebracht: Cirque de Loin ist wieder da!

Zehn Jahre und noch eines obendrauf, das aber doch nicht richtig zählt. Zusammen sind das elf Jahre, in denen Cirque de Loin und ihre Compagnie rund um Newa Grawit, Noah Egli und Michael Finger mit ihrem Spektakel umherziehen – fest entschlossen, Konventionen links und rechts liegen zu lassen. Teils ungehobelt, vor allem aber unkonventionell und sehr körperbetont steht zum Jubiläumsgastspiel ein Programm mit einer Wiederaufnahme, einem Zirkonzert und einer «Take-Away-Freakshow» bereit.

Ungehobelt und leichtfüssig

«Soror» heisst die Wiederaufnahme mit dem doppeldeutigen Titel: Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet er «Schwester» und spielt sowohl auf den Plot an – es geht um vier Schwestern, die den verstorbenen Vater betrauern – als auch auf die Verschwisterung von Theater und Zirkus. So ernst und abgründig die Themen sind – Ausgrenzung, Verlust, Trauer und Wut –, so leichtfüssig und offen präsentiert sich bei Cirque de Loin der Umgang damit.

Auch in «Seelig», dem Jubiläums-Zirkonzert, wird neu gedacht. Michael Finger musiziert mit seiner Band «Finger’s Hand aufs Härz am schönsten ist es Barfusskapelle», Artistinnen, einem Jongleur und Tänzerinnen in einer Freiluftshow. Ehrlich, sanft, traurig und auch hier etwas derb geht es zu und her. «Dis Füdli für immer, dis Füdli macht seelig», singt Finger im Song «Seelig», in dem sich menschliche Abgründe auftun und über einen Psychiatrieaufenthalt mitsamt Elektroschock gesungen wird.

Gaswerkareal, Bern.
Do., 20.5., bis Sa., 29.5.
www.cirquedeloin.ch

Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden