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Lorena Ritschard (3. v. l.) über das Stück «Sogni d'oro», das sie mitkonzipierte.© ZVG
Brückenpfeiler, Bern

«Nicht alle Träume sind golden»

Das Festival der Satelliten von der Jungen Bühne Bern bietet Jugendlichen eine Plattform für eigene Theater- Tanz oder Performanceproduktionen. Eröffnet wird es mit dem Stück «Sogni d’oro». Lorena Ritschard wirkt mit und erzählt, wie das Stück entstanden ist.

Lorena Ritschard, Sie haben gemeinsam mit Ihrer Gruppe «Sogni d’oro», ein Stück über Träume, entwickelt. Wie kams dazu?
Die Idee entstand, weil die Mutter von jemandem aus unserer Gruppe früher vor dem Schlafengehen immer «Sogni d’oro» – also goldene Träume, wünschte. Um diese geht es im Stück, aber auch um Ängste, denn nicht alle Träume sind golden.

Träume sind mysteriös, vieles daran entzieht sich dem Bewusstsein. Womit haben Sie gearbeitet?
Wir haben uns in der Gruppe gemeinsam über unsere persönlichen Wünsche und Tagträume unterhalten, aber auch darüber, was wir in der Nacht träumen und was unsere Ängste sind.

Zum Beispiel?
Etwa die Angst vor dem Alleinsein. Aber auch, dass wir bestimmte nächtliche Träume immer wieder haben, oder dass Personen darin vorkommen, die zwar bekannt sind, die im Traum aber plötzlich ganz anders erscheinen als im realen Leben.

Was denken Sie, worin unterscheiden sich Ihre Ängste und Träume zu jenen früherer Generationen?
Uns stehen die Türen in vielem weiter offen. Dies führt aber auch dazu, dass wir mehr Entscheidungen treffen müssen und freier darin sind, diese zu fällen. Ebenso denke ich, dass wir uns heute kritischer mit gewissen Themen auseinandersetzen. Mit dem Klima etwa oder mit Beziehungsformen.

Wie war es, gemeinsam ein Stück zu erarbeiten?
Intensiv. Wir hatten viele Proben, waren oft in der Gruppe, das hat auch Spass gemacht natürlich. Ein Knackpunkt war vielleicht, dass uns die Aussenperspektive etwas abhanden kam. Schliesslich schrieben wir das Stück selber und spielen es auch. Der Pluspunkt dabei ist, dass man bei jeder Entscheidung mit dabei ist und weiss, weshalb man was tut.

Was reizt Sie am Theater?
In eine ganz andere Rolle zu schlüpfen, das ist sehr befreiend.

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