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Resli Burri (links) und Pascal Dussex rasen mit dem «Tandem» an: «Wir sind biologisch-natürlich unterwegs.»© ZVG
Alti Moschti, Mühlethurnen

«Narben gehören dazu»

Resli Burri und Pascal Dussex sind das Musik-Comedy-Duo Les trois Suisses. Burri spricht über das Programm «Tandem», mit dem sie in die Alti Moschti kommen.

Aus einer Strassenmusikgruppe entstanden 1993 Les trois Suisses. Lustige Lieder sind in Ihren Shows immer noch zentral. Wie klingt «Tandem»?
Wie immer spielen wir ganz viele Instrumente. Dieses Mal wird es sehr poppig. Neben eigenen Songs haben wir bekannte Titel ans Thema Velo angepasst. Es gibt zum Beispiel eine Velokurier-Hymne, und natürlich reimt sich «Come on baby light my fire» von den Doors schön auf «Flyer». Halt, das waren schon alle Pointen, nicht verraten! Im Ernst, bis zur Premiere müssen wir eher noch ein paar rauskürzen.

Sind Sie und Pascal Dussex Velo­freaks?
Ja, wir fahren sehr oft Velo, es ist eine unserer Leidenschaften. Pascal hat sogar ein Reparaturgeschäft. Weil uns das Thema verbindet, lag es für ein Programm auf der Hand. «Tandem» handelt von einer Männerfreundschaft, die sich durch nichts auseinanderbringen lässt, weder durch Rückschläge noch durch Fehden. Obwohl ein Velorennen der rote Faden ist, steht nicht der Sport im Vordergrund, sondern die Geschichte der beiden Copiloten – ähnlich wie bei Mani Matters «Alpeflug», einfach auf einem Tandem.

Zum Glück kommen Ihre Rennfahrer lebendig im Ziel an. Wobei, ungefährlich ist Ihr Hobby offenbar nicht: Dussex konnte kürzlich wegen eines Bruchs nicht mit der Band The Magic Five auftreten.
Narben sind ein grosses Thema von «Tandem». Wir halten es nämlich auch im Leben abseits der Bühne so: Stürze und Enttäuschungen bringen uns nicht davon ab, weiterzumachen.

Vor 24 Jahren gründeten Sie Les trois Suisses zu dritt mit Thomas Baumeister. Seit 2011 sind Sie und Dussex zu zweit auf Tour. Woher nehmen Sie die Ausdauer? Doping?
Stimmt, uns gibt es fast so lange wie das Velo. Wir sind biologisch-natürlich unterwegs: keine Substanzen – ausser vielleicht ab und zu ein Feierabendbier –, stattdessen pure Begeisterung.

Wer hat denn auf Ihrem «Tandem» welche Rolle?
Pascal ist eher der motivierende Sanguiniker, ich der Melancholiker und Phlegmatiker.

Und wie ist die Zusammenarbeit mit Regisseur Paul Steinmann («Zweierleier»)?
Wir schätzen seinen klaren, fokussierten und zuversichtlichen Stil. Die Proben sind recht stressfrei, was bei uns, die eher chaotisch sind, nicht selbstverständlich ist. Er ist auch ein guter Puffer zwischen uns beiden schwierigen Charakteren. Da wir ihn bereits von der Satireshow «Bundesordner» kannten, wussten wir, dass es funktionieren würde.

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