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Florentine Krafft als Agahte und Gabriel Schneider als Ulrich.© Birgit Hupfeld
Vidmar 1, Liebefeld

Im Stakkato

Grosse Gedanken und eine Gesellschaft am Abgrund: Der Volksbühne-Regisseur Sebastian Klink inszeniert den Jahrhundertroman «Der Mann ohne Eigenschaften» von Robert Musil in den Vidmarhallen.

Veranstaltungsdaten

FR 26.10.2018 19.00
DO 15.11.2018 19.00
FR 16.11.2018 19.00
SA 24.11.2018 19.00
MI 28.11.2018 19.00
MI 12.12.2018 19.00
DI 08.01.2019 19.00

Ein über 1000 Seiten langer Roman auf 3 Stunden herunter brechen? Für den furchtlosen Regisseur Sebastian Klink kein Problem, er liebt das Extreme. Viele Jahre war er enger Mitarbeiter des Theatermaniacs Frank Castorf an der Volksbühne Berlin, Mitglied einer Heavy-Metal-Band und inszenierte den russischen Säuferroman «Die Reise nach Petuschki». Für Konzert Theater Bern adaptierte er einen Jahrhundertroman für die Bühne: «Der Mann ohne Eigenschaften» (1930–
1943) von Robert Musil.

 

Machtlose Elite

Der österreichische Schriftsteller kreist in seinem ausufernden Gesellschaftsroman, der in der kaiserlich-königlichen Monarchie Österreich-Ungarn vor dem Ersten Weltkrieg spielt, um den Mathematiker Ulrich (Gabriel Schneider). Der hadernde Protagonist will ein «Jahr Urlaub vom ­Leben» nehmen und findet sich als ­Sekretär eines Arbeitskreises wieder, der sogenannten «Parallelaktion» zum 70. Thron­jubiläum des österreichischen Kaisers.Dort ist der Wille zur Erhaltung der Monarchie grösser als die tatsächliche Handlungsmöglichkeit einer zunehmend machtlosen Elite Europas.

Beim Probenbesuch in den Vidmarhallen wird an der Szene «Ein grosses Ereignis ist im Entstehen. Wobei man Bekannte trifft» gearbeitet. Auf der Bühne stehen bunt gemusterte Würfel, die auf einer Seite mit mathematischen Formeln versehen sind. Drei Lein­wände hängen über der Bühne und übertragen Bilder von Überwachungskameras. Darauf zu sehen sind fratzen­ähnliche Aufnahmen von Schauspielerin Marie Popall und Schauspieler Jonathan Loosli, die sich hinter der Bühne befinden. Mit dem Rücken zum Publikum sitzen die restlichen Spielenden auf den Würfeln und skandieren im Stakkato Sätze aus dem Roman: «Pazifismus ist ein dauerndes und sicheres Rüstungsgeschäft, Krieg ein Risiko!» oder «Ich glaube nicht, dass Gott da war, sondern dass er erst kommt.» In einem Dialog, der einem Wortschwall ähnelt, werden grosse Gedanken, Schlaumeiereien und philosophische Überlegungen ausgetauscht.

Events zu diesem Artikel

Bühne

Der Mann ohne Eigenschaften

Musils gewaltiger Roman, der in Musils Schweizer Exil vollendet und ergänzt werden sollte, gehört zu den legendärsten ungelesenen Werken der Weltliteratur. Anhand der Figur des «Manns ohne Eigenschaften», des 32-jährigen Mathematikers Ulrich, entwirft Musil ein Tableau der Zerrissenheit der Moderne in der untergehenden k.u.k.-Monarchie. Weder im Militär noch als Ingenieur hat Ulrich Erfolg und so beschliesst er «Urlaub vom Leben zu nehmen», um «ein bedeutender Mann zu werden» – «das Fatale daran war bloss, dass er weder wusste, wie man einer wird, noch was ein bedeutender Mensch ist.» Väterliche Beziehungen machen ihn zum Sekretär der «Parallelaktion», eines Arbeitskreises für grosse Ideen zum 70. Thronjubiläum des Kaisers. Mit der Komik des Retardierens verlieren sich Musils Figuren in endlosen philosophischen Diskursen und in Ulrich kommt die Ahnung auf, dass die Elite weder handeln kann noch will und das alte Europa am Abgrund des Ersten Weltkriegs steht. Regisseur Sebastian Klink, langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf, inszenierte an der Berliner Volksbühne Exodus nach DJ Stalingrad und Reise nach Petuschki nach Jerofejew.   Wir danken herzlichAllen Lokalen und Institutionen, bei denen wir drehen durften: Adrianos Bar & Café, Hotel Bellevue Palace, Restaurant Kornhaus, Les Amis, Lorrainebad, Rathaus Bern, Restaurant Rathaus-Odeon, Schilthornbahn AG. Herzlichen Dank auch an Pascal Lauener, Fabian Steiner und Recycled Tv AG.    Vidmar 1, Liebefeld 26.10.2018, 19.00
Bühne

Der Mann ohne Eigenschaften

Musils gewaltiger Roman, der in Musils Schweizer Exil vollendet und ergänzt werden sollte, gehört zu den legendärsten ungelesenen Werken der Weltliteratur. Anhand der Figur des «Manns ohne Eigenschaften», des 32-jährigen Mathematikers Ulrich, entwirft Musil ein Tableau der Zerrissenheit der Moderne in der untergehenden k.u.k.-Monarchie. Weder im Militär noch als Ingenieur hat Ulrich Erfolg und so beschliesst er «Urlaub vom Leben zu nehmen», um «ein bedeutender Mann zu werden» – «das Fatale daran war bloss, dass er weder wusste, wie man einer wird, noch was ein bedeutender Mensch ist.» Väterliche Beziehungen machen ihn zum Sekretär der «Parallelaktion», eines Arbeitskreises für grosse Ideen zum 70. Thronjubiläum des Kaisers. Mit der Komik des Retardierens verlieren sich Musils Figuren in endlosen philosophischen Diskursen und in Ulrich kommt die Ahnung auf, dass die Elite weder handeln kann noch will und das alte Europa am Abgrund des Ersten Weltkriegs steht. Regisseur Sebastian Klink, langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf, inszenierte an der Berliner Volksbühne Exodus nach DJ Stalingrad und Reise nach Petuschki nach Jerofejew.   Wir danken herzlichAllen Lokalen und Institutionen, bei denen wir drehen durften: Adrianos Bar & Café, Hotel Bellevue Palace, Restaurant Kornhaus, Les Amis, Lorrainebad, Rathaus Bern, Restaurant Rathaus-Odeon, Schilthornbahn AG. Herzlichen Dank auch an Pascal Lauener, Fabian Steiner und Recycled Tv AG.    Vidmar 1, Liebefeld 15.11.2018, 19.00
Bühne

Der Mann ohne Eigenschaften

Musils gewaltiger Roman, der in Musils Schweizer Exil vollendet und ergänzt werden sollte, gehört zu den legendärsten ungelesenen Werken der Weltliteratur. Anhand der Figur des «Manns ohne Eigenschaften», des 32-jährigen Mathematikers Ulrich, entwirft Musil ein Tableau der Zerrissenheit der Moderne in der untergehenden k.u.k.-Monarchie. Weder im Militär noch als Ingenieur hat Ulrich Erfolg und so beschliesst er «Urlaub vom Leben zu nehmen», um «ein bedeutender Mann zu werden» – «das Fatale daran war bloss, dass er weder wusste, wie man einer wird, noch was ein bedeutender Mensch ist.» Väterliche Beziehungen machen ihn zum Sekretär der «Parallelaktion», eines Arbeitskreises für grosse Ideen zum 70. Thronjubiläum des Kaisers. Mit der Komik des Retardierens verlieren sich Musils Figuren in endlosen philosophischen Diskursen und in Ulrich kommt die Ahnung auf, dass die Elite weder handeln kann noch will und das alte Europa am Abgrund des Ersten Weltkriegs steht. Regisseur Sebastian Klink, langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf, inszenierte an der Berliner Volksbühne Exodus nach DJ Stalingrad und Reise nach Petuschki nach Jerofejew.   Wir danken herzlichAllen Lokalen und Institutionen, bei denen wir drehen durften: Adrianos Bar & Café, Hotel Bellevue Palace, Restaurant Kornhaus, Les Amis, Lorrainebad, Rathaus Bern, Restaurant Rathaus-Odeon, Schilthornbahn AG. Herzlichen Dank auch an Pascal Lauener, Fabian Steiner und Recycled Tv AG.    Vidmar 1, Liebefeld 16.11.2018, 19.00
Bühne

Der Mann ohne Eigenschaften

Musils gewaltiger Roman, der in Musils Schweizer Exil vollendet und ergänzt werden sollte, gehört zu den legendärsten ungelesenen Werken der Weltliteratur. Anhand der Figur des «Manns ohne Eigenschaften», des 32-jährigen Mathematikers Ulrich, entwirft Musil ein Tableau der Zerrissenheit der Moderne in der untergehenden k.u.k.-Monarchie. Weder im Militär noch als Ingenieur hat Ulrich Erfolg und so beschliesst er «Urlaub vom Leben zu nehmen», um «ein bedeutender Mann zu werden» – «das Fatale daran war bloss, dass er weder wusste, wie man einer wird, noch was ein bedeutender Mensch ist.» Väterliche Beziehungen machen ihn zum Sekretär der «Parallelaktion», eines Arbeitskreises für grosse Ideen zum 70. Thronjubiläum des Kaisers. Mit der Komik des Retardierens verlieren sich Musils Figuren in endlosen philosophischen Diskursen und in Ulrich kommt die Ahnung auf, dass die Elite weder handeln kann noch will und das alte Europa am Abgrund des Ersten Weltkriegs steht. Regisseur Sebastian Klink, langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf, inszenierte an der Berliner Volksbühne Exodus nach DJ Stalingrad und Reise nach Petuschki nach Jerofejew.   Wir danken herzlichAllen Lokalen und Institutionen, bei denen wir drehen durften: Adrianos Bar & Café, Hotel Bellevue Palace, Restaurant Kornhaus, Les Amis, Lorrainebad, Rathaus Bern, Restaurant Rathaus-Odeon, Schilthornbahn AG. Herzlichen Dank auch an Pascal Lauener, Fabian Steiner und Recycled Tv AG.    Vidmar 1, Liebefeld 24.11.2018, 19.00
Bühne

Der Mann ohne Eigenschaften

Musils gewaltiger Roman, der in Musils Schweizer Exil vollendet und ergänzt werden sollte, gehört zu den legendärsten ungelesenen Werken der Weltliteratur. Anhand der Figur des «Manns ohne Eigenschaften», des 32-jährigen Mathematikers Ulrich, entwirft Musil ein Tableau der Zerrissenheit der Moderne in der untergehenden k.u.k.-Monarchie. Weder im Militär noch als Ingenieur hat Ulrich Erfolg und so beschliesst er «Urlaub vom Leben zu nehmen», um «ein bedeutender Mann zu werden» – «das Fatale daran war bloss, dass er weder wusste, wie man einer wird, noch was ein bedeutender Mensch ist.» Väterliche Beziehungen machen ihn zum Sekretär der «Parallelaktion», eines Arbeitskreises für grosse Ideen zum 70. Thronjubiläum des Kaisers. Mit der Komik des Retardierens verlieren sich Musils Figuren in endlosen philosophischen Diskursen und in Ulrich kommt die Ahnung auf, dass die Elite weder handeln kann noch will und das alte Europa am Abgrund des Ersten Weltkriegs steht. Regisseur Sebastian Klink, langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf, inszenierte an der Berliner Volksbühne Exodus nach DJ Stalingrad und Reise nach Petuschki nach Jerofejew.   Wir danken herzlichAllen Lokalen und Institutionen, bei denen wir drehen durften: Adrianos Bar & Café, Hotel Bellevue Palace, Restaurant Kornhaus, Les Amis, Lorrainebad, Rathaus Bern, Restaurant Rathaus-Odeon, Schilthornbahn AG. Herzlichen Dank auch an Pascal Lauener, Fabian Steiner und Recycled Tv AG.    Vidmar 1, Liebefeld 28.11.2018, 19.00
Bühne

Der Mann ohne Eigenschaften

Musils gewaltiger Roman, der in Musils Schweizer Exil vollendet und ergänzt werden sollte, gehört zu den legendärsten ungelesenen Werken der Weltliteratur. Anhand der Figur des «Manns ohne Eigenschaften», des 32-jährigen Mathematikers Ulrich, entwirft Musil ein Tableau der Zerrissenheit der Moderne in der untergehenden k.u.k.-Monarchie. Weder im Militär noch als Ingenieur hat Ulrich Erfolg und so beschliesst er «Urlaub vom Leben zu nehmen», um «ein bedeutender Mann zu werden» – «das Fatale daran war bloss, dass er weder wusste, wie man einer wird, noch was ein bedeutender Mensch ist.» Väterliche Beziehungen machen ihn zum Sekretär der «Parallelaktion», eines Arbeitskreises für grosse Ideen zum 70. Thronjubiläum des Kaisers. Mit der Komik des Retardierens verlieren sich Musils Figuren in endlosen philosophischen Diskursen und in Ulrich kommt die Ahnung auf, dass die Elite weder handeln kann noch will und das alte Europa am Abgrund des Ersten Weltkriegs steht. Regisseur Sebastian Klink, langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf, inszenierte an der Berliner Volksbühne Exodus nach DJ Stalingrad und Reise nach Petuschki nach Jerofejew.   Wir danken herzlichAllen Lokalen und Institutionen, bei denen wir drehen durften: Adrianos Bar & Café, Hotel Bellevue Palace, Restaurant Kornhaus, Les Amis, Lorrainebad, Rathaus Bern, Restaurant Rathaus-Odeon, Schilthornbahn AG. Herzlichen Dank auch an Pascal Lauener, Fabian Steiner und Recycled Tv AG.    Vidmar 1, Liebefeld 12.12.2018, 19.00
Bühne

Der Mann ohne Eigenschaften

Musils gewaltiger Roman, der in Musils Schweizer Exil vollendet und ergänzt werden sollte, gehört zu den legendärsten ungelesenen Werken der Weltliteratur. Anhand der Figur des «Manns ohne Eigenschaften», des 32-jährigen Mathematikers Ulrich, entwirft Musil ein Tableau der Zerrissenheit der Moderne in der untergehenden k.u.k.-Monarchie. Weder im Militär noch als Ingenieur hat Ulrich Erfolg und so beschliesst er «Urlaub vom Leben zu nehmen», um «ein bedeutender Mann zu werden» – «das Fatale daran war bloss, dass er weder wusste, wie man einer wird, noch was ein bedeutender Mensch ist.» Väterliche Beziehungen machen ihn zum Sekretär der «Parallelaktion», eines Arbeitskreises für grosse Ideen zum 70. Thronjubiläum des Kaisers. Mit der Komik des Retardierens verlieren sich Musils Figuren in endlosen philosophischen Diskursen und in Ulrich kommt die Ahnung auf, dass die Elite weder handeln kann noch will und das alte Europa am Abgrund des Ersten Weltkriegs steht. Regisseur Sebastian Klink, langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf, inszenierte an der Berliner Volksbühne Exodus nach DJ Stalingrad und Reise nach Petuschki nach Jerofejew.   Wir danken herzlichAllen Lokalen und Institutionen, bei denen wir drehen durften: Adrianos Bar & Café, Hotel Bellevue Palace, Restaurant Kornhaus, Les Amis, Lorrainebad, Rathaus Bern, Restaurant Rathaus-Odeon, Schilthornbahn AG. Herzlichen Dank auch an Pascal Lauener, Fabian Steiner und Recycled Tv AG.    Vidmar 1, Liebefeld 08.01.2019, 19.00

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