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Der Choregraf und Tänzer Edouard Hue hat den Flashmob choreografiert. © BAK Gregory Batardon

Gemeinsam distanzen

Menschen, die durch die Stadt tanzen und internationale Kompagnien, die Berner Tanzhäuser bespielen? Das war letztes Jahr. Heuer wird am Tanzfest auf Distanz getanzt.

Am Tanzfest wird in der ganzen Schweiz, in 30 Städten und Gemeinden, das Tanzen gefeiert, unter anderem in Bern und Thun. Für dieses Jahr musste das Festival, das unter anderem in der Dampfzentrale, der Heiteren Fahne und auf den Bühnen von Konzert Theater Bern stattgefunden hätte, wegen des Coronavirus abgesagt werden. Weil ausgelassenes Tanzen aber einfach zu schön ist, als dass man darauf verzichten möchte, wird im Mai dennoch getanzt. Das von Reso Tanznetzwerk Schweiz und lokalen Koordinationen durchgeführte Tanzfest besteht heuer aus einem Online-Programm unter dem Motto «DisDance». Nebst Schnupperkursen und einem Programm für Kinder zeigt unter anderem Marion Zurbach, Gründerin und Choreografin der Kompagnie Unplush, eine Performance.

Zurbach zeigt online eine adaptierte Version der Per­formance «Body Lecture», eine Zu­sammenarbeit mit ihrer Osteopathin Camelia Cabrera. Dabei rücken die oftmals nicht sichtbaren Seiten des Tanzens in den Fokus: Verletzungen, Narben und Spuren, welche die intensive Belastung des Körpers mit sich bringt. Über die Onlineplattform Zoom performen Zurbach und Cabrera gemeinsam eine Anamnese am Körper der Tänzerin, bei welcher die Zuschauenden die Möglichkeit erhalten, Fragen zu stellen.

Der Mensch als Ganzes

Die Performance solle den Blick für eine Form der Therapie und Behandlung schärfen, bei welcher der Mensch als Ganzes, mit seiner Geschichte und seinen Emotionen, im Zentrum stehe, sagt Zurbach. Die Zeit, das Vertrauen und die Aufmerksamkeit gegenüber dem Patienten seien dabei besonders wichtig. Etwas, was heutzutage oft schwierig sei und aufgrund der jüngsten Ereignisse besonders sichtbar geworden sei.

Als Abschluss des Tanzwochendes findet eine Onlineparty statt, begleitet vom Webradio Reïdyo. Die passende Musik dazu liefert das DJ-Kollektiv Hapax-21. Wer nach Tanzmoves sucht, der schliesse sich dem stündlich stattfindenden Flashmob an. Choreografiert wird dieser von Edouard Hue, der im letzten Jahr mit dem Schweizer Tanzpreis ausgezeichnet wurde. Er wäre mit seiner Beaver Dam Company und dem Stück «Shiver» am Tanzfest durch die Schweiz getourt.
Abgerundet wird die Onlineausgabe mit einer Gesprächsrunde zum Thema «Movement» bei der Choreografen und Mitglieder des Organisationsteams das Erlebte Revue passieren lassen.

Fr., 15. bis So., 17.5.
www.dastanzfest.ch

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