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© Narrenpack
Theater Narrenpack, Bern

«Denken ist anstrengend!»

Piero Bettschen, Gründer des Berner Narrenpack Theaters, über sein neustes Stück, kurzlebige Ablenkung und das echte Leben.

Ihr neustes Stück fürs Narrenpack Theater heisst «Die weite Welt sitzt neben dir. Komödie mit freier Sicht aufs echte Leben.» Was versperrt den Menschen den Blick aufs echte Leben?
Die Zeit, die man nicht mehr bereit ist zu geben, um vertieft nachzudenken. Nachdenken ist anstrengend! Dabei könnte man so Gitterstäbe erkennen, die uns von Update zu Update treiben und uns vergessen lassen, dass da noch was anderes wäre.

«Die weite Welt» – inwiefern spielt Ihr Stück auf das World Wide Web, also das Internet an?
Ich bin ständig online, aber die weite Welt fand ich an einem ganz anderen Ort …

Sie spielen Herr Mützchen, der eigentlich Käppeli heisst und dank seinem Computer nie allein ist. Was sind seine Mätzchen?
Er ärgert sich über den Nachbarn, der ihm welke Blätter in den Garten wirft, und protokolliert jeden Blattwurf. Aber seine Umgebung bezeichnet er als provinziell und kleinkariert. Dabei verwechselt er, der Weitgereiste, Nepal mit Neapel.

Plötzlich steht eine reale Person, gespielt von Corinne Vorburger, im Zimmer neben Herr Mützchens Computer. Macht sie ihn wieder auf das echte Leben aufmerksam?
Sie nutzt eine wunderbare Fähigkeit, die eigentlich alle besitzen. Hat man ihren Trick raus, sieht man in eine unsichtbar gewordene Welt …

… in die guten alten oder besseren, weil analogen Zeiten?
Nein! Das wäre eine banale Schlussfolgerung. Die Aussage geht in eine ganz andere Richtung. In 33 Jahren Narrenpack hatten wir noch nie einen solchen Schluss – wir sind gespannt, wie er aufs Publikum wirkt.

Interview: Katja Zellweger

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