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Barbiere Figaro (Todd Boyce) wird zum Schirm­halter, der Graf Almaviva (Theodore Brown) beim Werben um Rosina hilft.© Annette Boutellier
Stadttheater Bern

Den «theatralen Wettbewerb» inszenieren

Hohe Komik verspricht die Inszenierung von Rossinis «Il barbiere di Siviglia» im Konzert Theater Bern. Die BKA hat mit Regisseurin Cordula Däuper gesprochen.

Veranstaltungsdaten

DI 15.10.2019 19.30
SO 20.10.2019 18.00
SO 03.11.2019 18.00
DO 14.11.2019 19.30
SA 16.11.2019 19.30
SO 08.12.2019 18.00
DI 10.12.2019 19.30
SA 14.12.2019 19.30
SA 21.12.2019 19.30
SO 29.12.2019 16.00
DI 31.12.2019 19.00
FR 03.01.2020 19.30
SO 02.02.2020 18.00
MI 19.02.2020 19.30
SO 15.03.2020 18.00

 «Für mich ist diese Oper wirklich ein Musik-Theater-Erlebnis. Denn in diesem Fall ist es ja nicht die Story, die so interessant ist, sondern die Art, wie Rossini die Geschichte musikalisch vorgezeichnet hat und sich auf dieser Basis ein Theaterspiel entfacht», so die Regisseurin Cordula Däuper über ihre neuste Inszenierung. Tatsächlich brilliert Gioachino Rossinis komische Oper «Il barbiere di Siviglia» nicht mit einem komplexen Plot, aber die ausdrucksstarken, eingängigen Arien machen den «Barbiere» seit etwas mehr als zweihundert Jahren zu einem Publikumsliebling.

Berns Rossini-Spezialistin

Däuper, die in der Nähe von Wiesbaden geboren ist und Musiktheater-Regie in Berlin studierte, hat von Oper bis Schauspiel schon fast alles inszeniert. In der Spielzeit 2012/2013 brachte die Regisseurin in Bern bereits Rossinis «La Cenerentola» auf die Bühne. Die Inszenierung kam hier derart gut an, dass sie später auch am Theater Lübeck gezeigt wurde und seit 2017 auch am Nationaltheater Mannheim zu sehen ist.

Der Moment im Rampenlicht

Däupers Version vom Barbier aus Sevilla wird – dirigiert vom Leiter des Musiktheaters ad Interim, Matthew Toogood – am Konzert Theater Bern realisiert. In zwei Akten erfahren wir, wie die junge Rosina (Eleonora Vacchi) und ihr geliebter Graf Almaviva (Theodore Browne) mit der Hilfe des stadtbekannten Barbiers Figaro (Todd Boyce) den ältlichen und geldgierigen Bartolo (Rainer Zaun) überlisten, welcher als Rosinas Vormund waltet. Dieser will Rosina wegen ihres Erbes nämlich selbst ehelichen. «Alle diese verschiedenen Charaktere wollen sich auf der Bühne behaupten und treten fast wie in einen theatralen Wettbewerb ein. Was mich fasziniert ist, dass Rossini es schafft, jeder Figur ihren Moment im Rampenlicht zu geben», erklärt Däuper. Das bekannteste Beispiel ist hier wahrscheinlich der titelgebende Friseur Figaro, der sich mit der liedhaften Arie «Largo al factotum» dem Publikum vorstellt. Einmal gehört, bringt man das «Figaro, Figaro, Figaro» des haareschneidenden Alleskönners, der auch mal Diener von Graf Almaviva war, kaum noch aus dem Ohr. Und bei dieser Oper ist klar: Diese Extraportion Grandezza ist nur der Anfang.

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