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Den Fokus auf die Hände im Tanz richten – das tun Bara und Arnaboldi in ihren Choreografien.© ZVG
Berner Münster

Mit Ausdruck

Zu Ostern ist im Berner Münster das Stück «Tanz und Mysterium», eine Hommage an die Tänzerin Charlotte Bara, zu sehen. Eine Tänzerin kreuzt ihre Arme vor ihrem Gesicht und formt mit den Händen einen Kreis. Eine andere steht gerade da, hält ihre Arme leicht gebeugt und schaut zu ihren Fingerspitzen. Es sind Posen aus dem Stück «Tanz und Mysterium», die an ein gotisches Gemälde erinnern. Sie sind jedoch keine Nachahmungen alter Gemälde, sondern basieren auf alten Fotografien der belgisch-deutschen Ausdruckstänzerin Charlotte Bara (1901–1986). Für sie waren Hände choreografisch zentral und hatten eine spirituelle Bedeutung.

Die Choreografin Tiziana Arnaboldi ist künstlerische Leiterin am Teatro San Materno in Ascona, das Baras Vater 1928 für seine Tochter errichten liess. Im ersten Kammertheater der Schweiz unterrichtete und kreierte Bara bis zu ihrem Tod. Arnaboldi entwickelte dort auch ihre choreografische Interpretation «Tanz und Mysterium» zu Baras Leben. In einer für das Münster leicht abgeänderten Version wird das Stück dort aufgeführt. Die Tänzerinnen Eleonora Chiocchini und Francesca Zaccaria bewegen sich zu Musik, die Bara viel bedeutete, etwa aus der «Johannespassion» von Bach oder Scarlattis «Adagio».

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