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Marc «Cuco» Dietrich als Chachelihannes.© Simon Schwab
Weiler auf der Moosegg, Emmenmatt

Aus dem Gotthelf-Fundus

Der «Chachelihannes» heizt an den diesjährigen Freilicht­spielen auf der Moosegg die bereits brodelnde Beziehung zwischen den Männern und Frauen von Rychiswyl weiter an.

Marc «Cuco» Dietrich – bekannt vom Berner Musiktrio Peter, Sue & Marc – verkörpert während der diesjährigen Freilichtspiele auf der Moosegg den Hausierer Chachelihannes. Dietrich liebt solche Rollen: «Insbesondere begeistern mich verstrickte Geschichten, welche wie jetzt beim ‹Chachelihannes› auch auf den ländlichen Ursprung zurückgehen und in Form einer Komödie zum Tragen kommen», sagt er, «auf der Moosegg beeindruckt mich die Kulisse in direktem Kontakt mit der Erdverbundenheit des Emmentals.»

Gotthelf verstehen

Der Inhalt des Stücks ist tatsächlich verworren: Da stehen sich einerseits die trinksüchtigen Männer und andererseits deren kaufsüchtige Frauen von Rychiswyl gegenüber, so dass ein gemeinsames Weiterkommen irgendwie nicht mehr möglich ist. In das Chaos mischt sich der «Chacheler» ein Hausierer mit Bauernschläue. Und als unter anderem auch noch «Bäbeli» – die Tochter der Wirtin – mitmischt, ist das Durcheinander «über den Punkt gebracht».

Die Komplexität von Gotthelf auf den Punkt bringen: Das war für den 25-jährigen Regisseur Simon Burkhalter das Ziel der Inszenierung. Burkhalter liebt das Unstatische des Laientheaters: «Das ständige Wachsen, bis die Vollendung des Stücks vorhanden ist.» Der Ursprung der Geschichte geht zurück auf eine Kalendergeschichte Gotthelfs und ist eine temporeiche, wortwitzige Komödie.

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