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Hacks Variation des Katzentischs.© ZVG
Galerie da Mihi, Bern

Wo hockt die Macht?

Wer sitzt in der zweiten Reihe und wie weit gehen wir für die Selbstoptimierung? Diesen Fragen gehen Flurina Hack und Remy Erismann in den Ausstellungen «Am Katzentisch» und «Prosthesis» in der Galerie da Mihi nach. Katzentische sind die Tischchen, an die Gäste verwiesen werden, die in einem angesagten Restaurant nicht reserviert haben. Im schlimmsten Fall platziert neben den Toiletten oder an einem zugigen Durchgangsort. Diesem zweitrangigen Ort für die «unwichtigen» Leute nimmt sich die Berner Künstlerin Flurina Hack in der gleichnamigen Ausstellung bei da Mihi an. Ein mit phosphoreszierender Farbe bemalter Tisch, der das Zentrum bildet, steht bei ihr auch als Synonym für die Hierarchien im Kunstbetrieb. Ihre Werke – Objekte, Installationen und Drucke – stellen zudem spielerische Fragen à la Fischli/Weiss, etwa «Vergaloppiert sich die Kunst auf dem Rücken der Fantasie und springt mehr oder weniger elegant übers Ziel hinaus?»

Ein ganz anderes Phänomen untersucht der in Bern lebende Künstler Remy Erismann. In «Prosthesis» gestaltet er aus ausgeklügelten Materialien wie Carbon oder Silikon Prothesen und stellt dabei die Frage, inwiefern Prothesen auch der Selbstoptimierung dienen könnten. Wenn Menschen mit Prothesen schneller rennen als andere Läufer, werden wir uns in Zukunft freiwillig Gliedmassen amputieren lassen?

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