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Einblicke in die Sattelkammer: Links Gröschner, recht Glauser vom Atelier Rohling.© Samuel Rauber
Sattelkammer, Bern/Galerie Nielaba, Bern

Vom Fantastischen zur Realität

Gleich zwei Ausstellungen zeigen Werke von Künstlern aus dem Atelier Rohling: In der Sattelkammer treffen Anime­-Figuren auf Dinosaurier, und in der Galerie Nielaba erzählen Porträts von Frauen in der Care-Arbeit. Man sieht die Wandkreaturen schon beim Vorbeilaufen durch das Schaufenster der Sattelkammer: Fabel­wesen­ähnliche Figuren, Rüssel, Kronen und Würfel zieren in schwarzer Farbe die Wand. Über das ganze Bild hinweg steht in Grossbuchstaben «Der Elefant und die KönigInnen». So lautet auch der Titel der momentanen Ausstellung der Galerie. Das Wandbild, das Schrift und Figuren verbindet, stammt von Andreas Gröschner. Er, wie auch Marco Glauser, der mit ihm in der Sattelkammer ausstellt, sind vom Atelier Rohling, dem Labor für künstlerische Produktionen und Interaktionen. Während Gröschners Kunst die Wand belebt, füllt Glauser den Raum mit der Welt, die sein Alter Ego Marco Fatman, den Dinosaurier­experten, umgibt. Eine Welt, in der Erdmittelalter und fiktive Zeichentrickfiguren aufeinandertreffen. Glauser zeichnet Wesen aus dem Universum der Anime-Kunst sowie Dinosaurier und andere Urtiere. In seinen Bildern und Animationen verbünden sich die Wesen mit Marco Fatman, und gemeinsam kämpft die Komplizenschaft gegen das Böse. Einige seiner Figuren im Cartoon-Stil und in Kissenform hängen von der Decke. Eine Ton-Installation, die Glauser seinen Charakteren gewidmet hat, ergänzt die Objekte.

Hommage an Arbeiterinnen

Ebenfalls vom Atelier Rohling ist der Berner Clemens Wild, der unter dem Titel «Mission» in der Galerie
Nielaba ausstellt. Der Berner Auto­didakt und Euward-Preisträger beschäftigt und solidarisiert sich mit
Care-Arbeiterinnen. Seine grossformatigen Porträts der Frauen werden von einem handgeschriebenen Text begleitet, sodass die Werke im Ganzen als politischer Kommentar gelesen werden, die jeweils eine kurze Geschichte der Porträtierten erzählen: «… Ich arbeite im Hausdienst verwechsle mich ja nicht mit den Klienten muss den Job machen um mich und meine Tochter durchzubringen meine Brüder? Fragst du die sind beide verheiratet und Spiesser geworden …», steht da etwa auf dem Porträt von Romy.

Sattelkammer, Bern

Ausstellung bis 26.3.
www.sattelkammer.be


Galerie Nielaba, Bern
Vernissage: Fr., 26.3., 18 Uhr (mit Anmeldung)
Ausstellung bis 17.4.

www.galerie-nielaba.com

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