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Losgelöst: «Die Anderzeit» (2018).© Miriam Vlaming
Museum Franz Gertsch, Burgdorf

Unruhiges Farbenmeer

Das Museum Franz Gertsch eröffnet drei neue Ausstellungen. In «Fremde Mächte. Malerei aus Leipzig» ist figürliche und abstrakte Malerei von Künstlerinnen zu sehen, die im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen wenig Beachtung fanden.

 Die Künstlerin Miriam Vlaming hat sich bei ihrem Gemälde «Die Anderzeit» (2018) von Fotos aus dem eigenen ­Fundus inspiriert, angeblich von einem Mädchengeburtstag. Auf dem mit Eitempera gemalten Bild scheint sich Raum und Zeit aufzulösen, beziehungsweise findet alles gleichzeitig statt. Ein Mädchen im Badeanzug ist zu erkennen, das in einem unruhigen Farbenmeer steht. Andere Mädchen schweben in einer Blase, wie man es aus Science-Fiction-Filmen kennt.

Vlaming hat Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. Unter anderem beim weltberühmten Neo Rauch, der fast schon als Synonym für die Neue Leip­ziger Schule steht. Dass bei dieser Kunstströmung auch Frauen mitmischten, ging lange Zeit vergessen. Mittlerweile haben die Leipzigerinnen einige Aufmerksamkeit erhalten und ein Netzwerk gebildet.

Geballte Ladung Leipzigerinnen

Kuratorin Anna Wesle präsentiert nun im Museum Franz Gertsch mit der Ausstellung «Fremde Mächte. Malerei aus Leipzig» eine geballte Ladung «Leipzigerinnen». Sie betont: «Wir zeigen diese Frauen, weil sie gut malen, nicht, weil sie Frauen sind.» Zeitgleich finden die Ausstellungen «Monica Ursina Jäger. Shifting Topographies» und «Franz Gertsch. Es malt sich wie von selbst» statt. Das Gemälde «Gräser V» (2018) gibt Einblick in das aktuelle Schaffen von Franz Gertsch, der trotz seines hohen Alters von 89 Jahren unermüdlich weitermalt.

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