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Salz auf Glas: Die Künstlerin Andréanne Oberson wirkt in der Antonierkirche.© Andrea Thüler
Diverse Orte, Bern

Salz statt Sandstein

Das Kunstfestival ArtStadtBern macht die Altstadt zum Walk-in-Museum. Zu sehen gibt es Pilze als Hommage, mit Licht gemalte Bilder und überraschende Umzugskisten.

 Die Berner Altstadt läuft gelegentlich Gefahr zu einem denkmalgeschützten sandsteinfarbenen Museum zu werden. Als ein etwas anderes Museum nutzt das biennale Kunstfestival ArtStadtBern öffentliche Plätze und verbor­gene Orte zwischen Zytglogge und Nyd­eggkirche. Im offen zugänglichen Walk-in-Museum stellen über 60 Berner und Westschweizer Künstlerinnen und Künstler aus oder laden zu Performances. Zum ersten Mal auch im Touristenmagnet schlechthin: Der Zytgloggeturm wird unter anderem von Peter Aerschmann, Saskia Edens oder Salomé Bäumlin kunstvoll besetzt.

Lichtdurchflutete Versuchung

Dem kürzlich verstorbenen Berner Künstler und Pilzfanatiker Martin Möll zollt sein Kollege Marco Giacomoni Tribut: In «Mykologismus ArtStadt» wird über den Dächern der Altstadt an der Junkerngasse Mölls favorisierte «Welt der Myzelien, Lamellen und Sporen» aufgespürt. Das Kollektiv Rohling bleibt in Bewegung: An der Brunngasse 17 ziehen die Künstlerinnen und Künstler ein und wieder aus und ziehen Überraschungen aus Umzugskisten.

Die Lausanner Andréanne Oberson malt im Dachstock der Antonierkirche an der Postgasse eine temporäre «Lichtoase» mit Mineralien und Salz auf Glas. Der Lichteinfall ist die dritte Zutat ihrer Installation, die inspiriert ist von Gustave Flauberts Roman «Die Versuchung des heiligen Antonius». An der vierten Ausgabe von ArtStadt wird erstmals auch Literatur und Musik eine Plattform geboten. Es lesen unter anderem Patrick Savolainen und Flurin Jecker.

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