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Trump als Dauerbrenner: «Das Irrenhaus» von Peter Schrank («BaZ»). © Peter Schrank
Museum für Kommunikation, Bern

Pointiert und gefährlich

Gezeichnet ist die Realität meist am ertragbarsten. An der gleichnamigen Ausstellung stellt das Museum für Kommunikation die besten Karikaturisten des Landes aus – und den wohl satirischsten Jahresrückblick.

In der Sparte Politik drängt sich das Sujet vom Sandkasten eigentlich auf. Ist es doch der Ort, an dem sich Kinder mit der Schaufel eins überbraten und vor allem böse über Mein und Dein streiten. Welche politische Figur wohl am meisten mit fiesem Sand um sich wirft? Heuer wahrscheinlich Trump mit vom Winde verwehter Frisur, griffbereiter Hand und zum bösartigen Zwitschern angespitzten Lippen. Oder doch eher der feiste «kleine Raketenmann» aus Nordkorea?

Wer in der Kategorie Inland oder Sport den lateinischen «Karren» überladen hat, also am meisten mit den Mitteln der Karikatur gespielt hat, ist ersichtlich in der zehnten «Gezeichnet»-Ausstellung unter dem Patronat der Satirezeitschrift «Ne­belspalter» im Museum für Kom­munikation.

Die «meistunterschätzte Form des Journalismus» lebt von der Pointierung, die manchen Artikeln fehlt. Das ist auch der Grund, warum Satiriker wie jene von «Charlie Hebdo» oder ein Jan Böhmermann gefährlich leben.

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