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Schematisch und geordnet: Ausstellungsansicht «Jef Geys» aus der Kunsthalle.© David Aebi
Kunsthalle, Bern

Ordner der Dinge

Spieler und Nonkonformist mit Ordnungssinn: Die Kunsthalle Bern zeigt schweizweit erstmals Werke des unlängst verstorbenen belgischen Künstlers Jef Geys. Der belgische Künstler Jef Geys (1934–2018) sortierte, listete auf, schematisierte, katalogisierte und schuf neue Kategorien. Etwa mit einem Ausmalbuch für Erwachsene, das in seiner schematischen Ordnung den suburbanen Lebensstil und neomoderne Ästhetiken der Mittelschicht spielerisch aufgreift.

In den 1970er-Jahren weigerte sich Geys auszustellen, der Kunstbetrieb war ihm zu selbstbezogen. Er blieb in der Provinz und unterrichtete an der Grundschule ein eigens benanntes Fach: «Positive Ästhetik». Kunst entwickelt sich bei Geys stetig, ist nicht elitär, die Unterscheidung zwischen Künstler und Laie, zwischen gut und schlecht ist obsolet.

Kunst im Luftpolster, IDs für Kühe

Mit den «Bubble Paintings» schuf er eine Serie, die die Wertfrage von Kunst aufgriff. Dafür bestimmte er Werke, die er in Luftpolsterfolie einpackte und anordnete, diese fortan nur noch eingepackt auszustellen.

Auch Geys’ «Cowpassports» sind eine Parallelführung von Kunst und Realität, von Wertigkeit und Ordnung. Geys persiflierte darin den Kuhhandel, den er selber mit seinem Schwiegervater betrieb, und machte daraus Kunst .

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