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Was tun die Menschen gegen die Klimaerwärmung?© Digitale Massarbeit
Museum für Kommunikation, Bern

Ökosünden beichten und radeln für den E-Bass

Im Museum für Kommunikation öffnet die neue Ausstellung «Planetopia – Raum für Weltwandel». Sie sammelt Ideen für mehr Zukunft und weniger CO2.

Das Massensterben von Tier- und Pflanzenarten und das zunehmend extreme Wetter gehe an niemandem unbemerkt vorbei. «Als Museum tragen wir Verantwortung für den Diskurs über den Klimawandel», sagt Nico Gurtner, Leiter Kommunikation des Museums für Kommunikation.

Das Ausstellungsprojekt «Planetopia» war bereits diesen Sommer als «Pop-up» unterwegs im Museumsquartier, in der Bahnhofsfiliale des Adrianos, in den Schweizer Alpen oder in der Badi im Luzernischen. Das Ziel: Die Menschen an der Kaffeebar oder auf der Badiwiese abholen und auf Nachhaltigkeit ansprechen. «Es war gut, aus der Stadt rauszugehen, denn im Gespräch mit Motorradfahrer*innen auf dem Furkapass kamen andere Antworten als in der grünen Bubble Bern», erzählt Gurtner. Nun schlägt «Planetopia» im Museum für Kommunikation Wurzeln.

Dabei gehe es in der interaktiven Schau primär darum, Ideen und Visionen zusammenzutragen, was jede*r Einzelne tun könne. Alles habe Platz - ausser die Diskussion darüber, ob es eine Krise des Klima überhaupt gebe.

Weltwandel und Lifestyle-Change

Vielmehr entwickle «Planetopia» Verbesserungsvorschläge und animiere dazu, sich der eigenen Ökobilanz zu stellen: Mit der Beantwortung einfacher Fragen können Besucher*innen ihr persönliches CO2-Profil erstellen.

Ob dieser Fokus auf individuelle Lifestyle-Gewohnheiten nicht die grosse Politik aus der Verantwortung nimmt? «Aus der Bewegung vieler Einzelpersonen kann Grösseres entstehen. Im besten Fall steigt der Druck auf Unternehmen und Staat», erklärt Gurtner.

Zum Eröffnungsfest sind alle eingeladen. Vor Ort darf man auf dem Öko-Beichtstuhl der Spoken-Word-Künstlerin Sandra Künzi Platz nehmen. Ihr kann schamerfüllt der letzte Easy-Jet-Flug anvertraut werden. Ein CO2-neutrales Konzert gibt das Duo Ester Poly: Strom auf der Bühne fliesst nur, wenn jemand radelt.

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