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Eintauchen in die Atmosphäre des Circuit im Bremgartenwald. © BHM / Christine Moor
Bernisches Historisches Museum

Mit 200 km/h durch Bern

Während zwei Jahrzehnten fand in Bern der Grand Prix Suisse statt. Welche Auswirkungen das auf die Gesellschaft hatte, zeigt die multimediale Ausstellung «Grand Prix Suisse 1934–54. Bern im Rennfieber» des Bernischen Historischen Museums. Wo heute Büsche die ehemalige Rennstrecke verschmälern, sausten von 1934 bis 1939 und von 1947 bis 1954 Rennfahrzeuge mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde von der Eymatt bis zum Glasbrunnen durch den Bremgartenwald. Vor dem Zweiten Weltkrieg machten meistens die Deutschen das Rennen, danach standen die Italiener zuoberst auf dem Podest. Die Machtverteilung Europas zu dieser Zeit lässt sich am technischen Fortschritt der Fahrzeuge ablesen. Während und vor dem Grand Prix Suisse griff ein regelrechtes Rennfieber in Bern um sich. Der massive Ansturm von Zuschauerinnen und Zuschauern führte zu den ersten Staus überhaupt. Der Anlass stellte die Weichen für Veränderungen in Verkehr, Hotellerie und Gastronomie.

Das Bernische Historische Museum macht in der Ausstellung «Grand Prix Suisse 1934–54. Bern im Rennfieber» die Faszination erlebbar. Eine abstrahierte Rennstrecke, die als Zeitachse funktioniert, führt durch die Schau. Zu sehen sind unter anderem grossformatige Fotografien, originale und nachgebaute Rennfahrzeuge, Videoreportagen und Plakate. Über Boxenstopps landet man in den Garagen, wo Motoren ausgestellt sind, auf einer nachgebauten Tribüne erfährt man mehr über die damalige Medienberichterstattung. Ebenfalls können die Anfänge des Product Placements, wie es die Marke Ovomaltine betrieben hat, beobachtet werden und Hörstationen geben einen emotionalen Zugang zu den Fahrzeugen und den Geschichten dahinter.

 

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