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Ein Stein des Anstosses: «Intro» (2019) von Nina Rieben. © Nina Rieben
Stadtgalerie Bern

Liebe in der Pragmatik

Sprachbilder, Gefühl für Raum, Spiel mit Gegensätzen, Perzeption von Kontrast: Die Berner Künstlerin Nina Rieben zeigt in der Stadtgalerie ihre Einzelausstellung «Oder stimmt etwas nicht mit dem Gefühl».

Sie wolle «die Bildfläche lochen»: Die erste Einzelausstellung der Berner Künstlerin Nina Rieben zeigt ein Loch in der Fensterscheibe der Stadtgalerie, davor ein Stein mit der Botschaft «Schön, wie wir uns mit den Pragmatikern streiten und uns aus Langeweile ineinander verlieben.» Rieben locht mit diesem Steinwurf nicht nur die in sich begrenzte museale Räumlichkeit. Überall locht sie Helligkeit ins Dunkel, Ironie in die Ernsthaftigkeit, Poesie in die bildende Kunst oder Liebe in die Pragmatik.

 

«Oder stimmt etwas nicht mit dem Gefühl» heisst die Ausstellung, die von der scheidenden Stadtgalerie-Leiterin Ba Berger initiiert wurde und vom amtierenden Leiter Luca Beeler präsentiert wird. Gefühl ist wie das Lochen ein wichtiges Element der jungen Künstlerin. Sie zeigt ein ausgezeichnetes Gespür für Räume, die sie mit kleinen poetischen Momenten in Schrift und Bild, aber auch mit grossflächigem und sattem Schwarz oder Weiss füllt. Mit Bildbearbeitungsprogrammen schafft sie ein neues, völlig gesättigtes Schwarz, das eine ganze Wand einnimmt, worin einzig ein fotografiertes Flämmchen dezidiert aufflammt.

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