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«Slide Mantra»: Unbeschwerte Kunst aus Marmor an der Biennale von 1986. © INFGM/2021, Pro Litteris, Zurich
Zentrum Paul Klee, Bern

Kunst unter dem Gesäss

Das Zentrum Paul Klee zeigt das Oeuvre des japanisch-amerikanischen Bildhauers und Designers Isamu Noguchi: Der Weltbürger verstand Kunst als Teil des Lebens – und schuf mitunter humorvoll-verspielte Objekte, die die Museum-Alltag-Schranke aufhoben.

Veranstaltungsdaten

DI 06.12.2022 10.00
DI 06.12.2022 10.00
MI 07.12.2022 10.00
MI 07.12.2022 10.00
DO 08.12.2022 10.00
DO 08.12.2022 10.00
FR 09.12.2022 10.00
FR 09.12.2022 10.00
SA 10.12.2022 10.00
SA 10.12.2022 10.00
SO 11.12.2022 10.00
SO 11.12.2022 10.00
SO 11.12.2022 13.30
SO 11.12.2022 15.00
DI 13.12.2022 10.00
DI 13.12.2022 10.00
DI 13.12.2022 17.00
MI 14.12.2022 10.00
MI 14.12.2022 10.00
DO 15.12.2022 10.00
DO 15.12.2022 10.00
FR 16.12.2022 10.00
FR 16.12.2022 10.00

«Es ist klar, dass ich mich danach sehne, Skulptur in einen direkteren Kontakt mit den alltäglichen Erfahrungen des Lebens zu bringen.» Der 1988 verstorbene Isamu Noguchi war zeitlebens bestrebt, Objekte nicht einzig für Galerien und Museen zu fertigen. Vielmehr wollte er Räume für die Gesellschaft schaffen.

Lichtobjekte, Möbel, Spielplätze

Die Bildhauerei sollte dabei eine Harmonie zwischen Mensch, Natur und Industrie schaffen. Seiner Idee von Kunst verlieh Noguchi im Laufe seiner langen und durchaus erfolgreichen Karriere immer wieder Form. Äusserst publikumswirksam und verspielt etwa in der Skulptur «Slide Mantra». Mit dem 29 Tonnen schweren, mehr als drei Meter hohen Werk aus Carraramarmor – eine Art Rutschbahn mit Stufen, die sich auf der Rückseite spiralförmig nach unten winden –, vertrat er die USA 1986 an der Biennale. Das Gewicht und die Erhabenheit klas­sischer Architektur verband er mit einer entwaffnenden Unbeschwertheit. Noguchi selbst sagte über «Slide Mantra»: «Kunst ist etwas, das man durch das Gesäss eines Kindes spüren kann.» Das Zentrum Paul Klee zeigt nun die erste umfassende Schau in der Schweiz, die sich dem interdisziplinären Künstler nähert: Zu seinem Oevre gehören unter anderem Lichtobjekte, Möbel, Bühnenbilder, aber auch Gartenanlagen und Spielplätze. Kuratorin Fabienne Eggelhöfer zeichnet die kaleidoskopische Entwicklung seiner Karriere, die zwischen den USA, Japan und Europa spielte, unter zehn verschiedenen Gesichtspunkten nach.

Wie alles begann

Als Sohn eines Japaners und einer Amerikanerin entwickelte der 1904 in Los Angeles geborene Künstler früh bildhauerische Positionen, die seine Existenz zwischen östlichen und westlichen Lebensrealitäten aufgriffen. Ein Leben lang liess er kulturelle Traditionen und Techniken beider Welten in seinem Werk verschmelzen. In seinen frühen Zwanzigern war. Noguchi stark geprägt von der 
ästhetischen Vision des rumänisch-
französischer Bildhauers Constantin Brâncuși, in dessen Pariser Atelier er assistierte und das künstlerische Handwerk lernte. Zeitgleich begann seine Auseinandersetzung damit, wie eine Skulptur im Raum wirkt und diesen umgekehrt aufnimmt: Verschiedene Werke mit glänzenden Oberflächen und biomorphen Formen lassen im Ausstellungs­teil «Endless Coupling – Abstraktionen» erahnen, welche nachhaltigen ästhetischen Einflüsse sein Aufenthalt in Paris verzeichnete.

Aktiv gegen Rassismus

Die Sektion «Tortured Earth – Politisches Engagement» hingegen konzentriert sich auf Noguchis Wirken als politischer Künstler. Pearl Harbor und der daraus resultierende Konflikt zwischen Japan und den USA liessen ihn den Schmerz empfinden, sich zwei Nationen zugehörig zu fühlen, die sich auf einmal verfeindet gegenüberstanden. So schuf er in dieser Phase Kunstwerke, die von einem aufrichtigen Wunsch nach Frieden durchdrungen waren. Auch der grassierende Rassismus in den USA, der sich am stärksten gegen Menschen afroamerikanischer Abstammung richtete, trieb Noguchi um. Davon zeugt in der Ausstellung etwa sein Bühnenbild für ein Tanzstück des Choreografen Erick Hawkins, das vom Sklavereigegner und Abolitionisten John Brown handelte.

Events zu diesem Artikel

Ausstellungen

Isamu Noguchi

Er gehört zu den experimentellsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts.  Zentrum Paul Klee, Bern 06.12.2022, 10.00
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Isamu Noguchi

Er gehört zu den experimentellsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts.  Zentrum Paul Klee, Bern 07.12.2022, 10.00
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Er gehört zu den experimentellsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts.  Zentrum Paul Klee, Bern 08.12.2022, 10.00
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Er gehört zu den experimentellsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts.  Zentrum Paul Klee, Bern 09.12.2022, 10.00
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Er gehört zu den experimentellsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts.  Zentrum Paul Klee, Bern 10.12.2022, 10.00
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Er gehört zu den experimentellsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts.  Zentrum Paul Klee, Bern 11.12.2022, 10.00
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Visite guidée publique: Isamu Noguchi

CHF 5 plus billet de l’exposition  Zentrum Paul Klee, Bern 11.12.2022, 15.00
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Isamu Noguchi

Er gehört zu den experimentellsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts.  Zentrum Paul Klee, Bern 13.12.2022, 10.00
Verschiedenes

Zoom-Kunst und ich: Isamu Noguchi

Zur Ausstellung «Isamu Noguchi»: Zoom-Präsentation im Dialog mit den Teilnehmer:innen rund um ausgewählte Werke der Ausstellung mit Ramona Unterberg, Kunstvermittlerin  Zentrum Paul Klee, Bern 13.12.2022, 17.00
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