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Helen Hirsch© Carolina Piasecki
Kunstmuseum Thun

«Ich bin froh, mich draussen bewegen zu können»

Helen Hirsch, Direktorin Kunstmuseum Thun, arbeitet nach wie vor auch im Homeoffice, kocht am Abend oft, liest und freut sich über die aktuellen Ausstellungen «Lange Arme, kurze Beine», «N-01» und «enter».
Helen Hirsch, gibt es trotz behördlich verordneter Schliessung im Betrieb zu tun, oder ist man als Veranstalterin zur Langeweile gezwungen?
Nein, im Gegenteil! Die Schliessung des Kunstmuseums Thun mit gut besuchten Ausstellungen und des Thun-Panoramas war für alle Beteiligten ernüchternd und verlangte ein schnelles Umdenken. Wöchentliche Änderung der Programmplanung und ständige neue Beurteilungen mit Erarbeiten von Plan B (oder auch C!) gehören zur Tagesordnung. Im Hintergrund haben wir unter anderem im Depot gearbeitet, Aufräumarbeiten erledigt oder Kataloge zu den aktuellen Ausstellungen von Christine Streuli und Sarah Oppenheimer realisiert.

Auch die Ausstellung und der Katalog der bevorstehenden Ausstellung ab 8. August, «Johannes Itten & Thun» mit vielen Leihgaben wird auf Hochtouren vorbereitet.

 

Hat das Kunstmuseum Thun trotz verschlossener Türen den Besucherinnen und Besuchern etwas geboten?
Wir haben schnell auf die neue Situation reagiert und sind auf die umfassenden Möglichkeiten der digitalen Vermittlung und Kommunikation ausgewichen.

Wann wurde der Betrieb wieder aufgenommen und mit welchem Programm wurde wiedereröffnet?
Es freut uns, dass wir seit dem 12. Mai die Ausstellungen «Lange Arme, kurze Beine» von Christine Streuli, «N-01» von Sarah Oppenheimer und im Projektraum «enter», mit der Schenkung von Hans und Marlis Suter, wieder zeigen können. Auch das Thun-Panorama öffnete seine Türen wieder. Leider mussten wir alle Veranstaltungen und Führungen bis Ende Juni streichen.

Kommt das Kunstmuseum Thun finanziell über die Runden oder wäre es ohne staatliche Hilfe längst im Minus?
Ohne Unterstützung durch Stadt, Kanton und den Gemeindeverband wären das Museum und das Panorama nicht finanzierbar. Wir sind eine städtische Institution mit regionaler, nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Wie verbringen Sie zurzeit Ihre Abende daheim, hat sich seit dem Corona-Lockdown etwas verändert?
Ich koche viel mehr als sonst, lese und bin nach einem Tag im Homeoffice sehr froh, wenn ich mich draussen bewegen oder Velo fahren kann.

www.kunstmuseumthun.ch

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